Zahlreiche Besuche bei der „Mittelalterey“
Kieler Nachrichten, 18.Juli 10
Graf Eberhard von Bodendiek, alias „Burgherr“ Hartmut Eller, zeigte sich sehr zufrieden mit den zahlreichen Besuchern, die seiner Einladung zur „Mittelalterey“ auf dem Gelände der Turmhügelburg am Wochenende gefolgt waren. Fasziniert vom bunten Treiben rund um die etwa 120 Zelte der verschiedensten Mittelaltergruppen freute er sich über all die dargebotene Kurzweil, die Musik und die schönen Kleider der Ritter und Edelleute. Auch zahlreiche Besucher, vor allem Kinder, hatten sich extra passend in Schale geworfen und tobten als kleine Wikinger, Ritter oder Burgfräuleins über das weiträumige Gelände.

Mittelaltergruppen aus dem norddeutschen Raum, aber auch aus Berlin, Leipzig sowie aus Polen, hatten im Nienthal ihre Zelte aufgeschlagen, um Einblicke in das Leben und die Handwerkskunst des Mittelalters zu geben. Vielfach konnten die großen und kleinen Besucher selbst aktiv werden, zum Beispiel beim Bogenschießen, Speerwerfen, beim Töpfern oder Schmieden.

Foto von Anne Gothsch
Nach alten Rezepten wurden im historischen Lehmbackofen „Ritterlaibe“ und Fladenbrote auf dem heißen Stein gebacken und verkauft. Großer Beliebtheit erfreute sich auch der dunkle Gerstentrunk, der in der Taverne in zünftigen Tonkrügen ausgeschenkt wurde.
Stets dicht umlagert war zudem die „Süßkram-Krämerey“ von Elke Hoyer aus Hannover, die mit ihrer Freundin Kirstin weißen Nougat, Butter-, Sahne- oder Whiskeykaramell sowie kandierte Früchte und „Fruchtleder“ in verschiedenen Geschmacksrichtungen feilbot.

Foto von Anne Gothsch
Interessiert verfolgten die Zuschauer eine kleine Modenschau nach Mittelalterart. Mit viel Applaus wurden die verschiedenen Musikgruppen bei ihren Auftritten mit historischen Instrumenten und eingängigen Liedern bedacht, darunter auch die Gruppe „Satolstelamanderfanz“, die erstmals in Lütjenburg aufspielte und gemeinsam mit den in glitzernde und schwingende Gewänder gehüllten orientalischen Tänzerinnen des „Sarazenenstammes Ardea Benu“ das Publikum regelrecht begeisterte.
Turmhügelburg im Miniatur-Format
Ostholsteiner Zeitung, 25.Juni 10

Foto von Peter Braune
Joseph Busack und Oliver Balzer haben als Projekt der Lütjenburger Realschule die mittelalterliche Turmhügelburg im Maßstab 1:50 nachgebaut und es als Dauerleihgabe dem Förderverein geschenkt. Dessen Vorsitzender Hartmut Eller und Vorstandskollege Manfred Krücke können das wertvolle Stück im Augenblick noch nicht in der Anlage präsentieren. Deshalb zeigten sie sich froh über das Angebot der Hoh-wachter Bucht-Geschäftsführerin Grit Wenzel, es während der Saison in der Tourist-Information Lütjenburg aufzustellen. Ergänzt wird das Exponat, für das die Schüler übrigens die Note eins bekamen, noch durch ein Schwert und einen Schild, die ebenfalls im Rahmen der Projektarbeit von den beiden Neuntklässlern hergestellt wurde. Insgesamt hatten die jungen Bauherren mehr als 200 Arbeitsstunden aufgewendet. Schließlich galt es, möglichst viele Details der Turmhügelburg und der Gebäude im Nienthal aufzunehmen und dann auf der 80 x 120 Zentimeter großen Platte im Miniformat nachzubauen. Als Materialien wurden Wäscheklammem und Schaschlikspieße ebenso verwendet wie Strohhalme und Moos.
Wikinger lockten über Pfingsten Tausende zur Turmhügelburg
OSTHOLSTEINER ANZEIGER, 26.Mai 10
"Wo ist denn nun Wickie?", fragte der sechsjährige Tobias seine Eltern. "Der ist nicht hier. Dafür sind ganz andere Wikinger da", gaben Mama und Papa dem Hamburger Stepke zur Antwort. Ganz viele - das war ganz sicher keine Übertreibung.
Denn auf dem inzwischen zur Tradition gewordenen Wikingerlager zu Pfingsten meldete der Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg , Hartmut Eller, alias "Burgherr Eberhard von Bodendiek" gut 100 Zelte auf dem Veranstaltungsgelände. Vor allem die Kinder kamen auf ihre Kosten. Zwar mussten sie auf Wickie verzichten. Doch dafür wurden sie entschädigt. An fast jedem der gut 100 Zelte schauten sie Handwerkern bei der Herstellung von Kleidung oder Schmuck über die Schulter.

Wer wollte, konnte sich auf dem Markt mit den hergestellten Erzeugnissen stilecht einkleiden. Selbst Kettenhemden waren zu erstehen. Stilechte Gewandung gehörte für die Betreiber der Zelte dazu. Wer sich mehr auf das Kulinarische konzentrieren wollte, kam ebenfalls auf seine Kosten. Wer wollte, konnte Räuchereier probieren. Die Mehrzahl der Besucher zog es jedoch zum Bratwurststand oder zu den Fladenbroten, die in verschiedenen Variationen feilgeboten wurden. Wer sein handwerkliches Geschick ausprobieren wollte, der konnte selber Schnitzen oder sich in der Schmiedekunst probieren. Zu sehen gab es neben Webern, Filzern, Glasperlendrehern, Bronze- und Zinngießern auch Korbflechter.
"Von Mal zu Mal werden es mehr Zelte", freute sich Hartmut Eller ob der Resonanz. Bestärkt wurde er von Tausenden Besuchern, die vor allem am Pfingstsonntag das inmitten von Rapsfeldern liegende Gelände regelrecht einnahmen. Schon jetzt beginnen bei Eller und seinen Mitstreitern die Vorbereitungen für das kommende Wikingerlager 2011. "Wir überlegen schon mal, welche Musik wir buchen. Die restlichen Aussteller kommen von selbst", so Eller.
Bogenschützen und Mittelalterweisen
Ostholsteiner Zeitung, 25.Mai 10
Wikinger-Lager im Nienthal entführte Besucher in die Geschichte

Ein typische Lagerszene: Die Zeltbewohner von "Nordic Stalking" aus Dithmarschen beim Mittagsmahl.
Foto von Christoph Kuhl
Mit Lanzen, Hieb- und Stichwaffen gingen die rauen Nordmänner aufeinander los. Spektakuläre Schaukämpfe wurden den Zuschauern beim Wikinger-Lager am Pfingstwochenende in Lütjenburg geboten.

Foto von Christoph Kuhl
Dass ein gestohlener Teddybär Auslöser für die anschließenden Kampf Szenen ist, zeigt, dass die Akteure mit dem nötigen Spaß bei der Sache sind. Neben der Action auf dem Schlachtfeld wurde den Besuchern des Spektakels an der Turmhügelburg aber noch jede Menge mehr Programm geboten. Da galoppierten etwa berittene Bogenschützen über die Reitbahn, trieb eine Schäferin mit ihrem Border-Collie eine Schafherde vor sich her. Musiker trugen auf mittelalterlichen Instrumenten ihre Weisen vor, zu Füßen der Burg wurde gebacken, vor vielen Zelten zudem geschnitzt, geflochten, gefilzt. Und neben der Präsentation handwerklicher Produkte, Waffenkunde und Burgführungen gab es auch allerlei Mitmachaktionen vom Speerwerfen bis zum spaßigen Säckeschlagen auf dem hölzernen Thorkel-Drachen.

Auch für David (links) und Lasse war das Säcke-Schlagen auf dem hölzernen Thorkel-Drachen von Jörg Harmann eine Riesengaudi.
Foto von Christoph Kuhl
Der Bummel über das weitläufige Gelände hatte einiges zu bieten. Zahlreiche Wikinger- und Mittelalter-Gruppen waren dem Aufruf der Freunde der Turmhügelburg gefolgt und hatten etwa 100 Zelte aufgeschlagen. Lagerleben pur in seiner ursprünglichen Art mit Arbeit, Spiel und Handel. „Wir wollen wie alle anderen einfach Geschichte zeigen", sagt Ilke Witthohn von der Gruppe „Nordic Stalking" aus Dithmarschen während des Mittagsmahls am Feuer. Dieser Ursprungsgedanke macht auch den Erfolg des Wikinger-Lagers von Nienthal aus, eine der mittlerweile größten Veranstaltungen dieser Art in Norddeutschland. Den traditionellen Wettstreit um das „Ehrbare Lütjenburger Schwert", ein Dreikampf mit Axt, Speer und Bogen entschied diesmal Jörg Hamann aus Uphusum für sich. Burgherr Eberhard von Bodendiek alias Hartmut Eller von den Turmhügelburg-Freunden überreichte ihm als Siegertrophäe eine handgeschmiedete Klinge. Beim Wikingernachwuchs hatte Christian Seubelt die Nase vorn.
Turmhügelburg Lütjenburg startet in die Saison
Lütjenburger Kurier, 06.Mai 10
Im Nienthal von Lütjenburg an der mittelalterlichen Burg geht es wieder richtig
los: Jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag jeweils um 15:00 Uhr werden seit 01. Mai Führungen
durch die mittelalterliche Burganlage angeboten, bei denen neben einem Ausflug in die Geschichte
auch alle Gebäude erläutert werden.
Weitere Führungen außerhalb dieser Termine können jederzeit bei Frau Mandy Baer, Tel: 04381 – 918847
oder per e-mail: turmhuegelburg@freenet.de gebucht werden.
Die nächste große Veranstaltung wirft auch schon ihre Schatten voraus: am 22./23. Mai
(Pfingstsamstag/-sonntag) findet das große Wikingerlager mit vielen Attraktionen an der Burg statt.
Höhepunkt wird wieder der Wettkampf um das „Ehrbare Lütjenburger Schwert“ sein.
Fast den ganzen Sommer über wird die Burg in diesem Jahr durch Mittelaltergruppen aus ganz
Deutschland belebt sein. Die Gruppen wohnen in den Gebäuden, sie arbeiten, handwerken,
kämpfen, essen und schlafen dort. Der Besucher erlebt so das Mittelalter aus erster Hand und
erhält dabei viele Erläuterungen.
Auch der Ausbau der Burganlage geht weiter: auf dem Programm stehen zunächst für dieses
Jahr der Bau eines großen Geräteschuppens und der Umbau/Erweiterung des Toiletten
und Sanitärtraktes am Eingang.
Wikinger laden zum Thing
04.Mai 10
Der Ruf „ Die Wikinger kommen“ schallt laut vom hölzernen Turm der Turmhügelburg im Lütjenburger Nienthal.
Zum friedlichen Wettstreit um das „Ehrbare Lütjenburger Schwert“ treffen sich die rauen Nordmänner auch dieses Jahr wieder zu Pfingsten auf Einladung des Burgherren Eberhard von Bodendiek an seiner Burg. Am 22. und 23. Mai jeweils von 10:00 – 18:00 Uhr ist das Lager geöffnet, eine der größten Wikingerveranstaltungen in ganz Norddeutschland.
Erneut werden etwa 80 Zelte von Sippen aus dem ganzen norddeutschen Raum auf der Wiese stehen. Die Nordmänner zeigen den Besuchern nicht nur ihr Können im Schwertkampf, Bogenschießen und Axtwerfen; vielmehr wird an den vielen Ständen deutlich, welch gute Handwerker und Händler die Wikinger und ihre Frauen waren.
Vom Weben, Filzen, Naalbinding über Specksteinbearbeitung, Bronze und Zinn gießen, Korbflechten, Glasperlen drehen, Bau von Messern, Bögen, Pfeilen und Kettenhemden wird alles auf der Wiese zu sehen sein. Waffen und Ausrüstung der Wikinger werden den Besuchern vorgeführt und jeder kann Lederarbeiten, Schmuck , Holzschnitzereien und viele andere Gebrauchsgegenstände – auch Messer und Waffen – bei den Händlern erwerben.
Berittene Bogenschützen werden ihre Treffsicherheit von gallopierenden Pferden aus unter Beweis stellen. Musiker der Gruppe „Wortsatia“ werden mit ihren Weisen auf mittelalterlichen Instrumenten Ohren und Augen der Besucher und Burgbewohner erfreuen, und natürlich werden Kämpfe der rauen Wikinger kleine und große Fans begeistern.

Viele Mitmach-Aktionen gerade für Kinder wie Schmieden, Axt- und Speerwerfen, Bogenschießen, Stockbrotbacken, den Tjostdrachen Thorkel und das Wikinger-Puppentheater haben die Wikinger mitgebracht.
Leckere mittelalterliche Speisen und Getränke an der Burgschenke warten ebenso auf die Besucher wie das leckere Burgbrot „Ritterlaib“ aus dem großen Lehmbackofen, das täglich zwei Mal gebacken und verkauft wird.
Höhepunkt ist aber – wie jedes Jahr - der Wettkampf der besten Nordmänner um das „Ehrbare Lütjenburger Schwert“, ein Dreikampf mit Axt, Speer und Bogen. Der Wanderpreis wird am Pfingstsamstag 2010 zum 6. Mal vergeben, der Sieger darf neben dem Titel ein handgeschmiedetes Messer mit nach Hause nehmen.
Wie schon in den vergangenen Jahren wartet ein prall gefülltes Programm mit vielen Höhepunkten auf Alt und Jung, nahezu stündlich wechseln sich Vorführungen ab.
Der Förderverein wird auch 2010 wieder um ein „Burgopfer“ von 4,00 € bei Erwachsenen und 2,00 € von Kindern über 12 Jahren bitten.
Mit diesem Geld soll der Bau der Burg weiter vorangetrieben/finanziert und die Ausstattung der Gebäude vervollständigt werden. Auch die Erlöse aus dem Getränkestand und Kuchenverkauf fließen in diesen Topf.
Die Parkplätze auf der Großen Fläche im Gewerbegebiet Bunendorp sind ausgeschildert und – wie bisher – kostenlos.
Turmhügelburg weiß auch Russen zu begeistern
Ostholsteiner Zeitung, 13.Februar 10
Delegation der Akademie der Wissenschaften auf Exkursion
Die Rekonstruktion einer Burganlage im Lütjenburger Nienthal ist nicht nur eine touristische Attraktion, sondern sie imponiert auch Experten auf dem Gebiet der Vor- und Frühgeschichte. Das bekam Hartmut Eller am Freitag aus berufenem Mund bestätigt.

Foto von Peter Braune
Der Vorsitzende des Fördervereins - diesmal nicht in der Gewandung des Burgherrn Eberhard von Bodendiek -stellte das am Stadtrand innerhalb der vergangenen Jahre stückweise ausgebaute Mittelalterzentrum einer Gruppe deutscher und russischer Archäologen vor. Eingeladen zu der Exkursion im Rahmen des "Wiskiauten-Projektes" hatte der Direktor des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein, Professor Claus von Carnap-Bornheim, seinen Moskauer Amtskollegen, Professor Nikolaus Makarov. Der Leiter des Archäologischen Institutes der Russischen Akademie der Wissenschaften hatte fünf Mitarbeiter auf diese Exkursion mitgenommen, die nach dem Zwischenstopp in Lütjenburg weiter führte nach Oldenburg und Lübeck.

Das "Wiskiauten-Projekt" wurde 2005 begonnen und gemeinsam von deutschen und russischen Archäologen betreut. Bei diesem Forschungsvorhaben rund um das Gräberfeld von Wiskiauten aus der Wikingerzeit geht es um Grabungen und den Datenvergleich frühmittelalterlicher Siedlungskammern im Kaliningrader Raum und in Westrussland. Die Besucher zeigten sich begeistert von dem Projekt am Lütjenburger Stadtrand. Es zeige einen Rittersitz, der so einmal ausgesehen haben könnte, betonte Hartmut Eller. Nachweise der aus Holz gefertigten Turmhügelburgen gebe es natürlich nirgends. Er stellte auch klar, dass an diesem Standort keine Burganlage gestanden habe, aber das Gelände hätte sich dafür perfekt geeignet.
















