An der Burg wird weiter gebaut


Schaufenster, 22.Dezember 2004

Im Januar seht es jetzt richtig los

Es geht los mit dem Weiterbau an der Turmhügelburg im Nienthal. Noch vor Weihnachten starteten die Vorarbeiten an der Burg mit der Einrichtung der Baustelle. Denn dort, wo noch die Pfahle für den Weiterbau der Palisade lagern, wird der neue Sanitärblock der mittelalterlichen Anlage entstehen. "Wir müssen zunächst Platz schaffen, das Areal vermessen und abstecken, damit der Bagger ab 10. Januar - nach den Weihnachtsferien - loslegen kann", so Burgenbauer Klaus Dygutsch, Seniorchef der Preetzer Firma "Schwalbe".

"Das wird dann auch der offizielle Arbeitsbeginn für vier Bauhandwerker sein, die durch die Turmhügelburg einen neuen Job bekommen. Als Teil der Förderung durch die 'Agentur für Arbeit' in Plön haben wir uns verpflichtet, die bisher arbeitslosen Leute einzustellen", erläutert Dygutsch weiter.
Das neue Sanitärgebäude wird äußerlich wie ein altes Fachwerkhaus aussehen, im Inneren wird es modernen Anforderungen entsprechen. Das Dach wird mit Biberschwanz-Dachziegeln gedeckt. Und - das wird die Mittelaltergruppen, die an der Burg lagern wollen, besonders freuen - "auf Wunsch vieler Gruppen wird der Verein auch Duschen mit Warm- und Kalt-Wasser einbauen", so Dygutsch. Als einziges aller geplanten Gebäude wird der Sanitärblock einen Stromanschluss erhalten. Die Abwässer müssen über eine 400 Meter lange Leitung zu einem vorhandenen Vorflutschacht im Gewerbegebiet gepumpt werden. Parallel läuft der Bau eines Wohn- und Stallgebäudes. Wegen der unsicheren, winterlichen Witterung wird die Holzkonstruktion des 14 mal 7 Meter großen Ständerbauwerkes in einer Halle vorgefertigt. "Selbstverständlich wird alles per Hand bearbeitet, und anschließend nach alter Zimmermannsartnummeriert, so dass dann alle Hölzer nach dem Winter vor Ort in der Burg nur noch zusammengesetzt werden müssen." "Das spart uns Zeit", sagt Dygutsch. Denn der Plan ist eng. Bis zum Saisonbeginn 2005 zu Pfingsten soll der Sanitärblock stehen und zumindest ein Großteil des zweiten Gebäudes. Bis zum Sommer 2006 sollen dann auch die anderen Häuser fertig sein - das Wohnhaus und das Wirtschaftsgebäude des Ritters, das Backhaus, die Schmiede, eine Kapelle und ein Brunnen sowie der Eingangsbereich mit einem schweren Burgtor. Außerdem soll der Wall im Bereich des Burggrabens geschlossen werden. Damit wird an der Turmhügelburg eine mittelalterliche Anlage mit Museums-Charakter geschaffen, die den Erwartungen eines Ritters und seines Gesindes in dieser Zeit entspricht. Aufgabe des Fördervereins "Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg" wird es dann sein, diese Anlage mit Leben zu erfüllen.

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An der Turmhügelburg wird weiter gebaut


Kieler Nachrichten , 10.November 2004

Noch in diesem Monat Baubeginn - erster Teilabschnitt zur Saison 2005 beendet

Noch im November werden dumpfe Hammerschläge und Axthiebe den Baubeginn an der Turmhügelburg im Nienthal verkünden. Der Vorsitzende der "Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg", Hartmut Eller, erläuterte, dass in diesen Tagen der Startschuss für die Errichtung des aus hygienischen Gründen so dringend benötigten Sanitär-Gebäudes vor dem eigentlichen Burggelände und dem kombinierten Wohn- und Stallgebäude innerhalb des Burgwalls fällt. Die Finanzierung dieses Bauabschnitts ist nach Ellers Worten gesichert - "und die Stadt Lütjenburg zahlt keinen Euro dazu."

Geplant sind auch Duschen und ein Kalt- und Warmwasseranschluss, sehr zur Freude der mittelalterlichen Gruppen, die damit auch für längere Zeil an der Burg lagern können. Dieses Gebäude wird als einziges mit einem Stromanschluss versehen. Gleichzeitig wird im eigentlichen Burggelände das kombinierte Wohn-und Stallgebäude des Gesindes errichtet. Dieser Bau, wie auch alle anderen noch zu errichtenden Bauwerke, entsprechen historischen Vorgaben und wurden mit dem archäologischen Landesamt abgestimmt. Es werde dabei nicht eine elektrische Säge zu hören sein, versicherte Eller, sondern nur mit historischen Werkzeugen und per Hand gearbeitet, und die verwendeten Materialien und deren Verarbeitung würden historischen Vorbildern entsprechen. So werden die Dächer mit Holzschindeln oder Schilf gedeckt, die Wände als Bohlen- oder mit Lehm verputzte Flechtwände ausgeführt und die Holzverbindungen gezapft und geblättert sowie mit Holznägeln gesichert. Selbst die Fußbodendielen werden mit handgeschmiedeten Nägeln befestigt.
Die Finanzierung des ersten Teilabschnitts, dessen Fertigstellung sich in die Saison 2005 hinziehen wird, ist mit 86.000 Euro aus EU-Mitteln vom Amt für ländliche Räume und einer entsprechenden Summe der Arbeitsagentur sichergestellt, sagte Eller. Die Mittelzusagen gelten auch für die beiden weiteren folgenden Teilabschnitte, die bis zum Herbst 2006 vollendet sein müssen. Noch in 2005 sollen das Wohnhaus des Ritters, ein Wirtschaftsgebäude, eine Schmiede und ein Backhaus mit Backofen gebaut werden. Die Burganlage soll dann im Jahre 2006 mit der Errichtung einer Kapelle und den Wallresten vollendet werden. Über die weit nach Deutschland und in die Nachbarländer ausstrahlende Resonanz ist der Vereinsvorsitzende sehr glücklich. Bei den Wochenendveranstaltungen seien mehr als 15.000 Besucher gezählt worden, sagte Eller, hinzu kämen mindestens 40.000 Besucher zu den rund 90 Führungen, die Heinrich Oelerich durchgeführt hat, und zu den Öffnungszeiten der Burganlage im Jahr 2004. Für 2005 sind zumindest wieder zwei Großveranstaltungen geplant: Das Wikingerlager zu Pfingsten mit dem Bogenwettkampf um das "ehrbare Lütjenburger Schwert" und das große Burgspektakel der Ritter am ersten Wochenende im September.

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Nachbau Turmhügelburg im Kreis Plön wird Publikumsmagnet


Wirtschaft Zeitung, November 2004

Unternehmer-Engagement für Regionalmarketing

Nur noch Erdhügel, landesweit verstreut, zeugen heute von den einst darauf stehenden stattlichen Turmhügelburgen, die im 12. Jahrhundert während der Besiedlung slawischer Gebiete, neu angesiedelten Bauern und Adligen Schutz gaben. Jetzt zieht eine nach historischen Vorbildern nachgebaute Holzburg nahe Lütjenburg tausende von Besuchern an. Dieses archäologische Projekt ist gutes Beispiel dafür, wie ein Stück Heimatgeschichte als anziehendes Erlebnis einen weiten Publikumskreis erschließen kann und damit als attraktiver Standortfaktor Tourismus und Wirtschaft stärkt.

Ein mittelalterliches Fest rund um die Turmhügelburg - französisch chateau a motte: die »Mot­te«, häufigste Bezeichnung dieser Burganlagen in der damaliger Zeit - jüngst im Sommer initiert, lief dann wieder einmal sehr erfolgreich ab. Das bunte Treiben, historisch gut in Szene gesetzt, mit Rittern, Kämpfen, vielfältigen Ständen oder farbenprächtig gekleideten sarazenischen Frauen eines Fanclubs, war nicht nur paktizierte Museumspädagogik, sondern ein Kulturerlebnis zum Leben unserer Altvorderen, das moderne Menschen aus allen Landesteilen anzog. Es war auch ein deutliches Zeichen dafür, dass Geschichte gut präsentiert, heute Fazination bei Jung and Alt auslösen kann und auf große Nachfrage stößt, und im Standort- bzw. Touristikmarketing ein ganz wesentlicher Bestandteil sein sollte, der die regionale Wettbewerbsfähigkeit immens steigern kann. Die Kombination von Tourismus und Kultur liegt im Großtrend, dem noch bedeutende Wachstumspotentiale zukommen werden. Gute Kulturangebote sind zum entscheidenden Kriterium für die Wahl des Urlaubsortes geworden. Zugleich vermittelt Tourismus den Kultureinrichtungen hervorragende Marketingmöglichkeiten und sichert deren Bestand.
Eine kleine Erfolgsgeschichte, auf die der Landrat des Kreises Plön, Dr. Volkram Gebel, auch ein wenig stolz ist, nämlich die Idee des Burgenbaus, die bis zum Ausbau einer größeren mitelalterlichen Burganlage zielt: »Die Idee und ihre Realisierung waren natürlich risikobelastet, sah es doch zuerst vordergründig eher nach einem archäologischen Experiment aus. Wenig Geld, kontroverse Meinungen über den Sinn und Zweck sowie zu den Erfolgsaussichten und kaum Erfahrungen aus Realisierungen anderer ähnlicher Burgenrekonstruktionen zeichneten den Weg«.
Doch privates ausgeprägtes Interesse an Heimatgeschichte, gepaart mit unternehmerischem Geschick und viel Beharrlichkeit bei der Umsetzung der Idee, führten indessen auch hier zum Erfolg, den sich ein Bauunternehmer und Diplom Ingenieur aus Preetz zurechnen lassen kann.
Klaus Dygutsch: Hobbyhistoriker oder Unternehmerpersönlich­keit? Der 66-jährige gibt sich bescheiden. Unternehmer natürlich, aber eben auch Geschichtsliebhaber: »Beides ließ sich wunderbar beim Burgenbau vereinigen, stellt keine Gegensätze dar«. Perfektionist Dygutsch (»Ich ging bei der Rekonstruktion, dem Aufbau der Anlage, keine Kompromisse ein«) setzt seine Idee sowohl bei den Handwerkern, als auch bei den beteiligten Behörden durch, die den Turmhügelburg-Bau dann auch eher als Kunstwerk begriffen, so dass eine flotte Genehmigungspraxis die Folge war.
Finanziert wurde die Idee vorwiegend über EU-Fördermittel und ABM-Maßnahmen, bei denen die Beteiligten, wie beispielsweise die Bundesanstalt für Arbeit, die Stadt Lütjenburg, das Innenministerium und der Kreis quasi gute Teamarbeit geleistet haben. Nebeneffekt war: Bauhandwerker konnten in Arbeit geführt werden und Zimmerleute konnten ihre die über Jahrhunderte in Zünften überlieferte Handwerkskunst in den Burgen­bau einbringen.
Die inszenierte Mittelalterwelt -seit fünf Jahren wird daran gebaut - wurde eingehend aus Abbildungen von Turmhügelburgen recherchiert, zum Beisspiel aus einer Grafik Albrechts Dürers und einem alten Teppich (Teppich von Bayeux) oder wissenschaftlichen Ausgrabungen in Schleswig-Holstein.
Wissenschaflich begleitet wurde in Übereinstimmung mit Funden von Holzresten aus Originalfundstellen und mit dem Blick auf erhaltene Fachwerke anderer Bauwerke aus dem 12. Jahrhundert der oberirdische Eichenfachwerkbau konstruiert, der mit Ringwall bzw. Burggraben und steiler stufenbelgter Holzbrücke in der weitläufigen feuchten Niederung am Rande des Naturerlebnisraumes Strauchmoränengebietes Nienthal eindrucksvoll ein Stück bislang noch nicht gezeigte mittelalterliche Geschichte präsentiert. Er soll dann auch in Zukunft mit abwechslungsreichen Aktionen und Veranstaltungsangeboten (z. B. Zeltlager, Führungen, Markttreiben, Bogenbau-Seminaren: »Alte Handwerkstechniken anwenden« oder Erlebniswochende: »Urlaub im Mittelalter«) zunehmend mehr Besucher auch in die nahe gelegene Lütjenburger Innenstadt locken. »Das umgebende Gelände wird in den nächsten Jahren zu einem Natur- und Kulturerlebnisraum entwickelt, so dass Synergieeffekte wachsende Besucherströme aus dem gesamten norddeutschen Raum erwarten lassen«, so Klaus Dygutsch, der ein 64 Mitarbeiter starkes Tiefbauunternehmen mit rund 14 Mio. Euro Umsatz geführt hat -jüngst ist er in den Ruhestand getreten und kann sich nun noch mehr um das Projekt Turmhügelburg kümmern. Bestehende Kultur-Angebote werden zudem sinnvoll ergänzt: Beispielsweise das Freilichtmuseum in Molfsee oder das Landesmuseum Großrehde. Auch werden touristische Möglichkeiten an der Hohwachter Bucht erweitert, da bislang gebündelte kulturelle Angebote als Alternative zum Strandbesuch weitgehend fehlen.
Als wichtiger Macher dieses ehrgeizigen Projektes in der von Tourismus stark geprägten Lütjenburger Region macht Klaus Dygutsch klar: »Erst wenn wir unsere Heimatgeschichte erfahrbar machen, wird sie auch verständlicher für uns«. Und das dies wirtschaftlich messbare Synergien zwischen kulturellen Engagement aller Spartenbereiche sowie touristischer Verbreitung und Vermarktung schafft, zeigt heute die Nienthaler »Motte« mit ihrem bunten Treiben.

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Das Mittelalterdorf an der Turmhügelburg kann gebaut werden


Lütjenburger Kurier, 28.Oktober 2004

Die Gelder für den 1. Teilabschnitt zur Erweiterung der Turmhügelburg im Nienthal sind von der Stadt offiziell freigegeben worden.
Schon in den nächsten Tagen werden die ersten Bauarbeiter anrücken.
Bevor es an der Burg "mittelalterlich" wird, ist erst einmal die "Gegenwart" dran: eben außerhalb der eigentlichen Burganlage wird der dringend benötigte Sanitärblock errichtet. Auch wenn das Gebäude äußerlich wie ein altes Fachwerkhaus mit Klinkern aussehen wird, im Inneren wird alles modern kund gefliest sein. Das Dach wird im Biberschwanz-Stil gedeckt. Und das wird die Mittelaltergruppen, die an der Burg lagern wollen, besonders freuen: "Auf Wunsch der Gruppen wird der Verein auch Duschen mit Warm- und Kalt-Wasser installieren," so der Vereinsvorsitzende, Hartmut Eller. Das werde den Bau zwar verteuern, dieses Zusatzkosten wolle der Verein aber an anderer Stelle vor allem durch Eigenleistungen einsparen. Als einziges der geplanten Gebäude wird es hier auch einen Stromanschluss geben.
Damit wird den besuchenden Gruppen aus ganz Deutschland eine zusätzliche Möglichkeit gegeben, über mehrere Tage an der Burg zu verweilen. Denn mit dem Sanitärblock ist auch die Trinkwasserversorgung gesichert. Der Bau soll rechtzeitig zum Beginn der kommenden Saison mit dem ersten Treffen an der Burg Ende März fertig sein. Parallel dazu wird im Burgrund das kombinierte Wohn- und Stallgebäude errichtet. Die Pläne für den Bau entsprechen historischen Vorgaben und sind mit dem archäologischen Landesamt abgestimmt worden. Die Fundamente des Baus bestehen aus Findlingen, die mit Muschelkalkmörtel verfugt werden. Die Wände des 14 x 7 m großen Ständer-Hauses sind im Wohnbereich Bohlenwände, im Stallteil mit Lehm verputzte Flechtwände. Das Dach wird mit Holz-Schindeln gedeckt. Im Gebäude selbst wird es einen Boden aus Eichenholz im Wohnbereich geben, der Stall erhält einen Lehmboden. Nach den historischen Vorbildern werden alle Holzverbindungen gezapft und geblattet und mit Holznägeln gesichert. Die Fußbodendielen werden mit handgeschmiedeten Nägeln befestigt. Zum Abschluss dieser Bauarbeiten, die sich weit in die Saison hineinziehen werden, soll der Vorplatz am Burgtor gepflastert werden und die Palisade aus gespaltenen Bohlen um den Turm selbst fortgesetzt werden. Ebenso ist eine Erweiterung des Außenwalls mit Palisaden vorgesehen Die Stämme dafür sind von Freunden der Burg im durch Spenden finanziert worden.
Zum Ende des Saison mit Blick auf 2005 werden dann die beiden Ritterhäuser und das Backhaus in Angriff genommen. Letzteres muss aus Feuerschutzgründen außerhalb der Burg errichtet werden. Zum Abschluss und Höhepunkt der Bautätigkeit im Sommer 2006 wird dann eine Kapelle in der Burg entstehen. Diese soll auch für Hochzeiten in historischen Gewändern genutzt werden können. Trotz der Bauarbeiten wird es im nächsten Jahr wieder zwei große Veranstaltungen an der Burg geben: Das Wikingerlager zu Pfingsten mit dem Bogenwettkampf um das "ehrbare Lütjenburger Schwert" und das musikalische Burgspektakel der Ritter am ersten Septemberwochenende. "Aus Platzgründen werden die Reiterspiele und die anderen Aktivitäten wie der Markt der Händler und Handwerker dann aber auf der nebenan liegenden Wiese stattfinden", so Eller. Die Wiese hat der Trägerverein mittlerweile durch eine kleine Holzbrücke erschlossen.

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Bauphase zwei kann beginnen


Kieler Nachrichten, 23.Oktober 2004

Es kann weiter gehen mit dem Nienthaler Turmhügelburgprojekt. Der Lütjenburger Hauptausschuss hat jetzt mit der Freigabe der Haushaltsmittel grünes Licht gegeben für Bauphase zwei zur Rekonstruktion des geplanten Mittelalterparks.
Wohl selten wurde in der Vergangenheit ein Tagesordnungspunkt zum Thema Nienthaler Turmhügelburg so rasch abgehandelt wie am Donnerstagabend im Ratssaal. Ohne weiteren Diskussionsbedarf gaben die Hauptausschuss-Mitglieder nach einstimmigem Beschluss die Mittel frei für den ersten Teilabschnitt der zweiten Bauphase auf dem Burggelände. Wie zuvor hat die Stadt Lütjenburg keine Eigenmittel einzusetzen, ist eine 100-Prozent-Finanzierung der von Land und Arbeitsamt in Aussicht gestellten Fördergelder erneut sichergestellt.
Das Amt für ländliche Räume in Kiel hat bereits eine Ausnahmegenehmigung erteilt für den noch in diesem Herbst vorgesehenen Baubeginn des Toilettenhäuschens in Fachwerkbauweise. Als weitere Maßnahmen sind der Bau eines Wohn-Stallgebäudes geplant, eine Pflasterung des Burgvorplatzes sowie die Strom- und Frischwasserversorgung auf dem Nienthaler Burggelände. Die in drei Teilabschnitte unterteilte zweite Bauphase (als weitere Gebäude sollen Schmiede, Backofen und Mittelalterkapelle folgen), die möglichst bis 2006 abgeschlossen werden soll, hat ein förderfähiges Antragsvolumen von zusammen 516000 Euro.
Was den städtischen Haushalt 2005 betrifft kündigte Bürgermeisterin Silke Lorenz wegen vieler Unwägbarkeiten wie etwa die neuesten Steuerschätzungen oder Auswirkungen von Hartz IV bereits jetzt an, den neuen Etat erst im Frühjahr nächsten Jahres aufstellen zu wollen. Ansonsten laufe man Gefahr, gleich im ersten Quartal einen Nachtrag zu verabschieden. Die beiden wichtigsten Bauvorhaben in Lütjenburg (Grundschulsanierung, neue Feuerwache) seien laut Mitteilung von Lorenz über den Nachtrag'2004 und Verpflichtungsermächtigungen sichergestellt.
Zu Beginn der Sitzung hatte Lütjenburgs Wehrführer Volker Leder-Bals in seinem Bericht angekündigt, dass die Stadt dank der Eigenleistung der Kameraden beim Bau der neuen Feuerwache einen "nennenswerten Betrag in fünfstelliger Höhe" einsparen könne. Die Grundsteinlegung im Gewerbegebiet "Bunendorp" ist für Mittwoch, 27. Oktober, um 17 Uhr vorgesehen.

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Dänische Gäste an der Turmhügelburg


Kieler Nachrichten, 30.September 2004

Traditionell gekleidet in Gewändern des 12. Jahrhunderts wurden die Mitglieder der deutsch-dänischen Lions-Clubs am Wochenende von den "Burgherren" Hartmut Eller und Jörg Wilhelmy an der Turmhügelburg in Lütjenburger Nienthal begrüßt.
Der Lions-Club in Lütjenburg hatte Besuch von seinem dänischen Partnerclub aus Langebeck auf Seeland. Die Partnerschaft besteht seit nunmehr schonfast 20 Jahren. Auf dem Programm standen u.a. nach einem Blick vom Bismarckturm ein Rundgang durch die Stadt, eine kurze Führung in der St.Michaeliskirche mit einem kleinen Orgelkonzert sowie dann eine Wanderung zur Turmhügelburg.
Die dänischen Lions zeigten sich begeistert über die Rekonstruktion dieser Mittelalterlichen Burg und bewunderten die gelungene handwerkliche Arbeit. Nach einer Burgführung - wobei auch die Planungen für den Weiterbau erläutert wurden - ging es nach Hohwacht zu einem Bummel über Promenade und Flunder.
Mit zünftigem Sauerfleischessen in der "Hohen Wacht" und dem einen oder anderen Skol klang der Besuch aus.
Im kommenden Jahr werden die Lütjenburger Löwen ihren dänischen Freunden in deren Heimat einen Gegenbesuch abstatten.

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Musik und Spektakel lockten Tausende an die Turmhügelburg


Lütjenburger Kurier, 16.September 2004

Sie nennen sich Schelme und werden als Alptraum aller Spielleute bezeichnet. Und eben diesem Ruf wurde die mittelalterliche Musikgruppe aus Bonn bei ihrem ersten Konzert an der Turmhügelburg im Lütjenburger Nienthal durchaus gerecht. Mit dem Schalk im Nacken begeisterten sie die Besucher des Burgspektakels. Harte, fast rockige Interpretationen mittelalterlicher Melodien wechselten sich mit beinahe mystischen und romantischen Klängen ab. Dazu eine frech inszenierte Show ihres Auftritts, die die Zuhörer einfach mitriss. "Schelmish war sicherlich mit Recht das Highlight des Burgspektakels, und es bestärkt uns in der Auffassung, dass wir häufiger auch andere Musikgruppen einladen sollten", versprach dann auch der Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg e.V., Hartmut Eller.
Obwohl sie noch nie zusammen auftraten, harmonierten sie vom ersten Lied an auch mit den anmutigen sarazenischen Tänzerinnen von Bir Hima aus dem Gefolgstross von Kaiser Friedrich II. von 1250. Entsprechend der Applaus für beide von den Besuchern.
Gut 3000 Besucher waren bei strahlendem Sommerwetter an die Burg gekommen, um das Burgspektakel zu erleben. Innen im Burgrund die Ritter mit ihren Zelten, auf der Wiese neben der Burg das Lager der Wikinger und die viel besuchten Stände der Händler. Beide Flächen ver­bunden mit einer kleinen Brücke über den Bach "Lütt Elv", der auch den Burggraben speist. "Alle hätten diesmal im Burgrund keinen Platz mehr gehabt", so Eller weiter, "deshalb mussten wir auf die Wiese ausweichen. Wir werden dies auch in Zukunft verstärkt machen, wenn im Burgrund demnächst die Häuser stehen."
Begonnen hatte das Spektakel, das diesmal vor allem der Musik gewidmet war, mit dem König des Dudelsacks, dem Schotten Francis Sim. Er ist von Hause aus Instrumentenbauer und hat einige der mittelalterlichen Instrumente nicht nur nachgebaut. Natürlich erweckte er sie zu neuem Leben und ließ sie in alter neuer Reinheit erklingen. Dass das Mittelalter auch launige Lieder kannte, stellte der Barde vom Rabensberg, Rolf D. Hinrichs unter Beweis. Spaß hatten aber wieder einmal vor allem die Kinder beim Stockbrotbacken und Axtwerten mit den Wikingern, dem Eselreiten oder dem Anprobieren von schweren Rüstungen bei den Rittern der Hellweg Wölfe. Welch erstaunte Gesichter, wenn man im Kettenhemd mit Helm plötzlich so ungelenk war, dass man nicht einmal mehr das Schwert heben konnte. Auch mancher Erwachsene musste erst mühevoll lernen, wie man in einer Gruppe mit Speeren eine "Igel "-Verteidigungsstellung bildet, ohne sich in die Quere zu kommen.
Und auch der Pranger kam nicht zu kurz, als die Wachen der Heilweg Wölfe im Lager einen "Dieb" jagten und ihn kurzerhand zum Gaudium der Zuschauer an den Pranger stellten. Wie auch manchen Zuschauer für ein Foto zur Erinnerung. "Ich glaube, wir haben diesmal die richtige Mischung getroffen, boten Unterhaltung und erlebbares Mittelalter zugleich", freute sich der Vorsitzende des Fördervereins der Turmhügelburg. Aus klang der Abend wir bei Asterix: alle Aktiven, ob Wikinger, Ritter oder Bir Hima, saßen um ein Spanferkel am Lagerfeuer, während die Hellweg Wölfe die Laute erklingen ließen. Überschattet wurde das Burgspektakel allerdings durch die Absage der Reitershow von Claus Meiritz. Eines seiner Pferde hatte sich auf dem Transport von Hannover so schwer verletzt, dass er die Weiterfahrt abbrechen und einen Tierarzt rufen musste. Jetzt steht das Tier bei einem Bauern in Lüneburg im Stall und darf sich erst einmal auskurieren.
Für den Förderverein war es die letzte Veranstaltung an der Turmhügelburg in diesem Jahr. Denn schon im nächsten Monat geht es weiter mit dem Ausbau der Burg. Anfang Oktober, so hofft Eller, werden die Bauarbeiten am Sanitärblock vor der Burg beginnen. Fast parallel wird dann der Bau der Gesindehäuser mit Stall im Burgrund anlaufen. "Strom muss gelegt, Wasser angeschlossen werden. Die Fördergelder sind bewilligt, und bis zum Beginn der neuen Saison zu Pfingsten bleibt noch viel zu tun". Im Winterhalbjahr will der Verein zudem mehrfach zu historischen Vorträgen einladen. "Diese Einladung richtet sich nicht nur an unsere Mitglieder der Fördervereins, jeder ist uns willkommen", so Eller.

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In eine andere Welt abtauchen


Kieler Nachrichten, 06.September 2004

Burgspektakel entführte Besucher ins Mittelalter

„Die Atmosphäre ist einfach super. Hier kann man herrlich in eine andere Welt abtauchen". Andreas Köster von den erstmals in Lütjenburg zeltenden „Hellweg-Wölfen" ist schlichtweg begeistert vom Nienthaler Turmhügelburg-Gelände.
Zusammen mit vielen anderen mittelalterlichen Gruppen veranstalteten die nordrhein-westfälischen „Hellweg-Wölfe" am Sonnabend auf Einladung des Fördervereins ein Burgspektakel der besonderen Art. Ritter und Wikinger, niedriger Landadel, Händler oder sarazenische Tribal-Tänzerinnen sorgten für eine wahrlich bunte Mittelalter-Szenerie. Die Besucher konnten sich bei dieser eindrucksvollen Zeitreise in die Vergangenheit ein Bild machen vom damaligen Lagerleben, konnten selbst einmal zur Axt greifen und zum Schnitzmesser, Handwerkskunst von anno dazu mal bestaunen und und und.
Einer der Höhepunkte im Programm war sicher der Auftritt der Musikgruppe „Schelmish". Auf dem Heimweg von einem Konzert in Dänemark machte die wohl bekannteste Band der Mittelalter-Szene Station in Nienthal und sorgte zu Füßen der Burg für ein musikalisches Spektakel mit Trommeln, Tanzeinlagen und deftigen Sprüchen.
Mit mehr als 30 Zelten, die diesmal aufgeschlagen wurden, hatte das Burgspektakel den bislang größten Zuspruch an Akteuren seit Beginn der Mittelalter-Feste auf dem Gelände vor einem Jahr. Klar, dass Fördervereins-Vorsitzender Hartmut Eller sich über die stetig steigende Resonanz freut, dass „immer mehr die Burg kennen lernen wollen, über die man in Deutschland schon so viel spricht" - was übrigens auch für die Besucher gilt. Längst hat sich die neue touristische Attraktion vor den Stadttoren Lütjenburgs weit über die Plö­ner Kreisgrenzen hinaus herumgesprochen.
Die „Hellweg-Wölfe", so viel steht für Andreas Köster und seine Mitstreiter, die eine Woche lang in Nienthal campierten, schon jetzt fest, werden auch beim nächsten mittelalterlichen Treiben in Nienthal ganz bestimmt wieder dabei sein.

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Bau des mittelalterlichen Dorfes gesichert


Ostholsteiner Anzeiger, 28.August 2004

Dem Bau eines mittelalterlichen Gehöftes in der Vorburg der Turmhügelburg steht nichts mehr im Wege. Gerhard Kerssen von der Regionalagentur für Arbeit in Plön überreichte Bürgermeisterin Silke Lorenz eine erste Finanzierungszusicherung in Höhe von 86.400 Euro. Eine weitere Rate in gleicher Höhe kann nach dem Fortgang der Bauarbeiten beantragt werden. Zusätzliche Mittel durch EU-Programme sind bereits in Aussicht gestellt worden.
Bisher hat die Arbeitsverwaltung den historisch gesicherten Nachbau einer mittelalterlichen Verteidigungsanlage im Lütjenburger Nienthal mit rund 200.000 Euro gefördert. Kerssen verspricht sich von dieser, von ihm als sehr erfolgreich bezeichneten Maßnahme, vor allem eine Stärkung der Wirtschaftskraft der Region durch Aufträge an lokale Unternehmen.
Diese würde Arbeitsplätze schaffen und sichern. Darü ber hinaus entstehe eine tou ristische Attraktion, auf die Lütjenburg stolz sein könne. Noch nie haben so viele die Burg besucht wie in diesem Sommer. Auch unter den deutschen Mittelaltergruppen selbst hat sich die Attraktivität der Turmhügelburg bereits rumgesprochen, wie die Buchungszahlen belegen. Das für den 4. September geplante Burgspektakel ist restlos ausgebucht.
Vorgesehen ist zunächst ab Oktober der Bau eines dringend benötigten Sanitärblocks vor dem Eingang zur Burg. „Äußerlich wird das Gebäude zwar ,alt' aussehen, innen aber allen modernen hygienischen Anforderungen entsprechen", so der Vereins Vorsitzende Hartmut Eller. In der Burg selbst ist der Bau eines Ritterhauses, eines Gesindehauses mit Stall, einer Schmiede, eines Backofens, eines Brunnens und einer Kapelle vorgesehen.
„Wir sind derzeit dabei, die historischen Vorgaben mit dem archäologischen Landesamt abzustimmen, damit ein Höchstmaß an Authentizität gewährleistet ist", sagte Eller weiter. Ein Teil der neuen Gebäude soll bereits bis zu Saisonbeginn Pfingsten 2005 fertig und nutzbar sein.

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Auf dem Gelände der Turmhügelburg geht's weiter


Ostholsteiner Anzeiger, 27.August 2004

Bundesagentur für Arbeit bewilligte 86400 Euro - Mitmach-Spektakel im September

Finanzierung gesichert: Die geplanten Baumaßnahmen auf dem Gelände der Turmhügelburg in Nienthal können fortgesetzt werden.

Gerhard Kerssen, Leiter der Arbeitsagentur in Plön, überreichte Lütjenburgs Bürgermeisterin Silke Lorenz jetzt einen Bewilligungsbescheid der Bundesagentur für Arbeit in Höhe von 86400 Euro. Diese Mittel stammen aus dem BSI-(Beschäftigung Schaffende Infrastrukturmaßnahmen) Programm und ergänzen die Fördergelder aus dem Regionalprogramm 2000. Positiv für die Stadt Lütjenburg, die damit weiterhin keine Eigenmittel beisteuern muss.
Ein großer Dank ging vom Fördervereins-Vorsitzenden Hartmut Eller an die Adresse von Kerssen für dessen „großes, persönliches Engagement und die ausgesprochen gute Zusammenarbeit".
Ohne diese so genannten Komplementärmittel der Bundesagentur, das machte Eller noch einmal ganz deutlich, wäre die gesamte Maßnahme in Nienthal in Frage gestellt worden.
Vier Arbeitslose müssen nun gemäß Vorgabe während des zweiten Bauabschnittes auf dem Nienthaler Burggelände beschäftigt werden. Konkret ist dabei in den nächsten zwei Jahren neben Strom- und Wasseranschluss der Bau eines Sanitärgebäudes vorgesehen, von Wohn- Stallgebäuden, eines Ritter-Wohn- und Wirtschaftsgebäudes, einer Kapelle sowie der Bau von Brunnen und Backofen.
Die wissenschaftliche Abstimmung mit dem Archäologischen Landesamt soll beibehalten werden. Diese Maßnahmen haben ein Kostenvolumen von zusammen zirka 440000 Euro (im ersten Bauabschnitt waren es 200000 Euro).
Schon jetzt in einem noch frühen Stadium habe sich die Nienthaler Turmhügelburg zu einem touristischen Fixpunkt in der Region entwickelt, berichtet Eller. Die bisherigen ritterlichen Veranstaltungen vor historischer Kulisse hätten seinen Angaben zufolge Tausende von Besuchern nach Nienthal vor die Tore Lütjenburgs gelockt.
Als nächstes Highlight steht übrigens für Sonnabend 4. September, ein Burgspektakel an mit zahlreichen Mitmach-Aktionen, viel Programm und mittelalterlicher Live-Musik. Beginn ist um 10 Uhr.

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Wenn Wikinger auf Ritter treffen...


Kieler Nachrichten , 26.Juli 2004

Beim mittelalterlichen Fest in der Lütjenburg Turmhügelburg blühte die Geschichte

Was Doris Pries verbrochen hatte, ließ sieh am Sonnabend nicht in Erfahrung bringen. Sie stand auf jeden Fall im Lütjenburger Nienthal am Pranger und musste sich erst, nachdem genügend Erinnerungsfotos geschossen waren, durch ihre Familie mit einer kleinen Spende für den Förderverein Turmhügelburg freikaufen lassen.

Auch etliche andere Besucher des Ritterfestes nutzten diese Strafeinrichtung für ihre ganz persönliche „Zeitreise" ins Mittelalter. Anderen genügte es, die Atmosphäre zu genießen, die Gruppen von Wikingern und Rittern - erstmals auch hoch zu Streitross - sowie Musikanten, bunt gekleidete Frauen des Stammes Bir Hirma, Händler und anderes „fahrendes Volk" in das von Palisaden eingezäunte Gelände des historischen Burg-Nachbaues geschaffen hatten.
„Nicht nur die Zahl der Gäste, sondern auch der Mitwirkenden steigt mit jeder Veranstaltung. Offenbar hat es sich längst weit herumgesprochen, wie schön es in Lütjenburg ist und welche Möglichkeiten unsere Turmhügelburg zu bieten hat", freute sich der Vorsitzende des Fördervereins, Hartmut Eller, über die große Resonanz und die durchweg gute Stimmung. Stets gut gebucht waren auch die Führungen von Heinrich Oelerich durch die in der Region einmalige Anlage.
Den tollen Ausblick und die optimale Verteidigungsmöglichkeit von luftiger Höhe des Turmes aus genoss ganz offensichtlich auch der siebenjährige Henning. Als echter Mittelalter-Fan hatte er sich martialisch gewandet und nicht nur Schwert, Doppelaxt und Helm mitgebracht, sondern auch seine kleine Armbrust. „Von hier aus würde mein Pfeil mindestens bis in die Mitte des Lagers fliegen ".lobte er die Leistungsfähigkeit seiner Waffe. Demonstrieren konnte er angesichts Hunderter von Besuchern die Reichweite nicht...
Eine besondere Attraktion im Programm waren natürlich die Ritter. Sie führten auf Ihren wendigen Pferden rasante Kampfszenen mit Speeren, Schwertern und Bogen vor. Außerdem erfuhren die Zuschauer in dieser Form „praktizierter Museumspädagogik" eine Menge über das Leben in damaliger Zeit.
Erstmals - aber garantiert nicht zum letzten Mal - dabei waren gleich mehrere bisher nicht organisierte "Wikinger" aus verschiedenen Teilen Schleswig-Holsteins. "Ich bin regelmäßig in Wikingerlager nach Hessen und Nordrhein-Westfalen gefahren. Hier gefällt es mir aber ebenso gut. Deshalb werde ich sicher regelmäßig dabei sein", kündigte Thorsten Hartwig aus Kiel an. Das sehen Gunnar Christiansen (er ist nahe der dänischen Grenze zu Hause) und Jörn Stoltenberg-Frick aus Stakendorf, ganz genauso.
Stammgäste in der Lutjenburger Turmhügelburg werden zukünftig wohl auch die Frauen des in Garding beheimateten „Stammes" Bir Hima sein. Die „Sarazeninnen" zogen mit ihrer bunten Kleidung und dem klimpernden Schmuck - vor allem aber beim Tanz - alle Besucherblicke auf sich. Dafür hatten sie auch gleich als Begleitung eine Musikgruppe mitgebracht.

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Planungssicherheit für Turmhügelburg


Kieler Nachrichten , 09.Juli 2004

Letzte baurechtliche Bedenken sind jetzt ausgeräumt

Der Ausbau der Turmhügelburg in Nienthal kann weitergehen. In einem klärenden Gespräch haben Landrat Volkram Gebel und Lütjenburgs Bürgermeisterin Silke Lorenz jetzt letzte baurechtliche Bedenken ausgeräumt. Das teilt die Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg Lütjenburg, Trägerverein des Projektes, jetzt in einer Presseerklärung mit.

Danach könne nun im Herbst mit dem Bau eines Sanitärgebäudes und zweier Gesindehäuser mit Stall und Backhaus begonnen werden. Da die mittelalterliche Burganlage am Rande eines Naturschutzgebietes liegt, ist eine F-Planänderung für diesen Bereich unumgänglich. Dieses planungsrechtliche Verfahren hätte jedoch zu erheblichen Verzögerungen bei der Umsetzung des Projektes führen können. In Absprache mit dem Kreisbauamt akzeptierte Landrat Gebel die Zusicherung von Bürgermeisterin Lorenz, die notwendige Änderung bei der Neuaufstellung des F-Planes für das Nienthal-Gebiet vorzunehmen. Die Stadt spart somit die Extra-Kosten für eine sofortige F-Planänderung.

"Wichtige touristische Attraktion"

Damit hat der Trägerverein nun endgültig Planungssicherheit. „Jede Verzögerung hätte die Ausbaupläne für die Burg wegen des Termindrucks gefährdet", so Vereinsvorsitzender Hartmut Eller. Um die Fördergelder von rund 440000 Euro zu erhalten, muss mit den weiteren Baumaßnahmen spätestens im Herbst dieses Jahres begonnen werden. Bereits im August 2006 müssten laut Eller die fertigen Bauten abgerechnet werden.
Danach würden für die Region wohl keine neuen Fördermittel mehr bereit stehen, unterstrich Gebel die Dringlichkeit der jetzigen Entscheidung. Einig waren sich Landrat und Lütjenburgs Bürgermeisterin auch darin, dass die Nienthaler Turmhügelburg eine „wichtige touristische Attraktion für die gesamte Region" und auch ein „wirtschaftlicher Faktor für die Stadt" ist. Die Baupläne und Anträge sind vom Trägerverein bei der Stadt Lütjenburg eingereicht und bereits weitergeleitet worden.
In einem dritten Bauabschnitt übrigens sollen dann voraussichtlich ab Herbst 2005 das so genannte ritterliche Herrenhaus, eine Kapelle und ein Brunnen auf dem Burggelände entstehen.

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Nach halbem Jahr Übung am „Drücker"


Ostholsteiner Tageblatt , 24.Juni 2004

Hartmut Eller übernimmt den Vorsitz des Fördervereins Turmhügelburg

Für sein neues Amt hat Hartmut Eller bereits ein knappes halbes Jahr lang „geübt". Nachdem er Anfang 2004 nach dem Rücktritt von Harald Brandt kommissarisch den Vorsitz des Fördervereins Turmhügelburg in Lütjenburg übernommen hatte, wurde er am Dienstag offiziell in dieses Amt gewählt.
Ihm zur Seite steht ab sofort Manfred Krücke als neuer „Vize". Einstimmige Wiederwahl gab es in der Jahreshauptversammlung im „Bismarckturm" für Tim-Arne Schnau als Schriftführer sowie die Beisitzer Mandy Baer, Klaus-Dieter Dehn und Stefan Busse. Ein dickes Lob für engagierte Mitarbeit in ihren Tätigkeitsfeldern gab es vom alten/neuen Vorsitzenden allerdings auch für Kassenwart Klaus Dygutsch sowie Beisitzer Rudolf Germeroth und den „Pressereferenten" Jörg Wilhelmy.
Dass voraussichtlich schon im Oktober die erste Phase des Bauabschnittes „mittelalterliche Vorburg" starten kann, hatte Hartmut Eller bereits im Bau- und Umweltausschuss bekannt gegeben (die KN berichteten ausführlich). Er erwarte in einem Monat die schriftliche Finanzierungsbestätigung für das komplette Bauvorhaben mit einem Volumen von 440000 €, je zur Hälfte vom Land (Amt für Ländliche Räume) und von der Arbeitsagentur. Noch in diesem Jahr würden ein Sanitärgebäude (außerhalb des Vorhofes) sowie zwei Wohn-und Wirtschaftsgebäude, ein Backhaus, die Pflasterung am Burgeingang und die Versorgung der Anlage mit Wasser und Strom in Angriff genommen.
Den Erfolg der Vereinsarbeit machte der Vorsitzende nicht nur an den gelungenen Veranstaltungen rund um die Turmhügelburg fest sondern auch am Anstieg des Mitgliederbestandes auf 120 seit Gründung im März 2003. Trotzdem warb Eller nachdrücklich dafür, weitere Menschen für eine - finanzielle und tatkräftige - Unterstützung zu gewinnen. Wie gut persönliche Ansprache funktioniere, habe sich bei der Spendenaktion für die Palisadenpfähle gezeigt.
Neu im Programm hat der Förderverein für das Winterhalbjahr eine Vortragsreihe unter Federführung von Dr. Sigurd Zillmann. 2005 sollen dann ein Wohn- und Wirtschaftsgebäude für einen Ritter, eine Kapelle, ein Brunnen und eine Schmiede hergestellt werden. Außerdem, so Eller, plane der Verein zwei angrenzende Flächen zu kaufen oder langfristig zu pachten.

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Spende der Rotarier


Schaufenster, 24.Juni 2004

An sich wollten die Mitglieder des „Rotary Clubs Plön" ja persönlich Hand anlegen und die von ihnen gespendeten dicken Eichenpfähle für die Palisade an der Turmhügelburg in Nienthal bei Lütjenburg selbst eingraben. Doch ein Schauer machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. So konnte der Präsident des Clubs, Dieter Kopplin aus Schönberg, nur symbolisch einen Scheck in Höhe von 600 Euro an den Schatzmeister des Fördervereins der Turmhügelburg, Klaus Dygutsch, übergeben.
Aber man werde wiederkommen, versprachen die Rotarier, die mit Familie und Kindern angereist waren und sich eine Führung an der Burganlage nicht entgehen ließen. Und weil es ihnen beim anschließenden Grillen so gut gefiel, sammelten die Rotarier noch einmal spontan, so dass Präsident Dieter Kopplin zum Abschied noch eine Spende in Höhe von 100 Euro in die Spendenbox stecken konnte. Lütjenburg könne stolz sein auf diese Attraktion. Es sei sicherlich für die Region mehr als zu begrüßen, wenn hier vielfach in Eigeninitiative dazu beigetragen werde, etwas für alle zu schaffen, lobten die Rotarier.
Die nächste große Veranstaltung, das Mittelalterlager „Ritter und Reiter" Ende Juli, wollen sich die Club-Mitglieder auf keinen Fall entgehen lassen.

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Pfingsten bei den Wikingern


Lütjenburger Kurier, 10.Juni 2004

Buntes Treiben und "ehrbare Schützen" beim Wikingerlager an der Turmhügelburg in Lütjenburg

Die Wikinger riefen und rund 3000 Besucher folgten ihrem Ruf über Pfingsten zum 1. Thing am Fuße der Turmhügelburg in Lütjenburg, schätzt Hartmut Eller vom Vorstand der "Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg". Der Verein hatte das Wikingerlager organisiert.
Dort gab es nicht nur etwas zu schauen, sondern auch zum Mitmachen.
Besonders gefragt bei den Kindern waren die vielen Aktivitäten wie Messerschmieden, Filzen, Stockbrotbacken am offenen Feuer, Ledersäckchen nähen oder Schnitzen. Und wer wollte, konnte es den Großen nachmachen und selbst zu Bogen und Axt greifen. Oder sich mit Lastesel "Erna" anfreunden.
Gut ein Dutzend gewandete Wikinger traten mit ihren Langbogen zu dem Bogenwettkampf um das "ehrbare Lütjenburger Schwert" an auf einem Parcours mit sechs Stationen im Nienthal am Vormittag und dann bei der entscheidenden Endrunde des Zielschiessens auf Tonscheiben an der Burg selbst. Sieger des Wettbewerbs wurde Karlheinz Schirmacher aus Eckernförde.
Er erhielt das "ehrbare Lütjenburger Schwert" als Wanderpreis für ein Jahr mit der Verpflichtung, es dann wieder im friedlichen Streit zu verteidigen.
Als persönliche Geste stiftete der Verein zudem einen Wikinger Sax, einen Dolch, den der Sieger des Wettkampfes als Eigentum behalten darf.
Den ganzen Tag über strömten die Besucher bei dem Superwetter an die Burg, um zwischen den Zelten der Wikinger und ihren Marktständen das bunte Treiben vergangener Zeiten zu erleben. Viele nutzen auch die Gelegenheit für eine Führung an und in der Burganlage. Führungen werden jetzt auch wieder mehrmals in der Woche und am Wochenende angeboten. (Anmeldungen über Mandy Baer bei Vitalis, Tel.: 04381-40080). "Unser Konzept ist aufgegangen", freute sich auch Hartmut Eller. "Statt Eintritt zu erheben, haben wir um eine kleine Spende gebeten. Ein Wunsch - dem viele, viele Besucher auch gerne nachkamen." Auch der Erlös des Getränkeverkaufs fließt in die Kasse des gemeinnützigen Vereins für weitere Aktivitäten. Und die stehen auch schon Ende Juli wieder an mit einem Mittelalterlager, zu dem Ritter und Reiter mit ihren bunten Zelten an der Turmhügelburg erwartet werden.

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Lütjenburg rückt dem Mittelalter noch näher


Kieler Nachrichten, 10.Juni 2004

Der nächste Bauabschnitt im Nienthal soll im Herbst beginnen

Die Rekonstruktion einer Turmhügelburg bleibt nicht die einzige mittelalterliche Attraktion in Lütjenburg. Im Herbst beginnt der nächste Bauabschnitt zur Vervollständigung der „Vorburg".

Geplant seien in dem bereits mit einem stabilen Flechtzaun von der Umgebung im Nienthal abgegrenzten Gelände rund um die Burg mehrere Gebäude, kündigten die Vorstandsmitglieder des Fördervereins, Hartmut Eller und Klaus Dygutsch, am Dienstag während der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses im Jugendzentrum an. Konkret geht es um ein kombiniertes Wohn-und Wirtschaftsgebäude für Ritter, zwei Wohn- und Stallgebäude, eine Schmiede, eine Kapelle aus Feldsteinen, einen Backofen und einen Brunnen.
Während diese Bebauung ausschließlich in weitgehend authentischer Handwerkskunst und mit Naturmaterialien - der Verein besorgt sich sogar knapp 300 Jahre alte Tonziegel von einem Mecklenburger Gutshof - erfolgen wird, soll das Toilettengebäude in moderner Technik heutigen Ansprüchen von Besucher scharen und „Rittern" während ihrer Aufenthalte in der Burg genügen. „Die Finanzierung der insgesamt 440 000 € teuren Maßnahme, die bis August 2006 abgeschlossen sein muss, ist zu 100 Prozent gesichert", teilte der Vorsitzende Hartmut Eller mit. So habe er bereits mündliche Zusagen für einen 50-Prozent-Zuschuss aus EU- und Landesmitteln. Die andere Hälfte werde das Arbeitsamt Plön - allerdings jährlich neu beantragt - beisteuern. „Schon jetzt schreiben wir schwarze Zahlen. Und auch künftig soll das so bleiben, wenn wir das Mittelalter-Museum mit Leben erfüllen", so Eller.

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Um einige hundert Jahre zurückversetzt


Kieler Nachrichten, 01.Juni 2004

Wikingerlager rund um die Turmhügelburg in Lütjenburg aufgebaut

Ingwie ist noch recht klein und das Horn in ihrer Hand wirkt daher ziemlich groß. Aber die Dreijährige aus Probsteierhagen hat auch ein eigenes geschwungenes Trinkgefäß aus Horn, ein ganz kleines natürlich. Ingwie Kraemer kommt aus einer Familie, in der das alte Wikingertum zu neuem Leben erwacht. Am Sonnabend kamen sie und viele andere Wikingerfreunde voll auf ihre Kosten. Rund um die Turmhügelburg in Lütjenburg wurde ein Wikingerlager aufgebaut. Es fand ausgesprochenen Anklang.
Mehrere hundert Jahre zurückversetzt fühlte sich der Besucher, der, umgeben von Erwachsenen und Kindern in kuttenartigen Gewändern, durch die Reihen mit Zelten schritt, um Holzschnitzereien, Lederarbeiten, Schmuck und gravierte Steinplatten zu bewundern. Die Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg hatte zum Wikingerlager geladen - ein buntes Treiben, mit viel Flair und Gästen aus dem ganzen norddeutschen Raum und sogar Skandinavien.
Die Sonne brannte auf die zahlreichen Besucher zwischen den fast 20 Zelten nieder und das Stockbrot schmorte verführerisch im offenen Feuer. Die Luft flirrte von der Hitze, doch das hielt Pascal Wißenbach aus Lütjenburg nicht davon ab, den Feuerofen zu schüren, an dem unter den Augen vieler Neugieriger „echtes" Wikingerbesteck geschmiedet wurde. Die Trinkhörner gefüllt mit süßem Wein oder Wasser kreisten, und wem das dann doch zu wikingerhaft war, der konnte immer noch einen nicht minder schmucken Keramikbecher erstehen.
Alexander Mußfeldt (Lütjenburg) war nur einer derjenigen, die sichtlich Vergnügen an dem besonderen Lager fanden. Mit Svenja und Freya Kramer aus Probsteierhagen war er sich einig: „Es macht unheimlich Spaß."

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Palisadenzaun wird noch in diesem Jahr vollendet


Schaufenster, 05.Mai 2004

Echo auf Spendenaufruf größer als erwartet

Der Palisadenzaun an der mittelalterlichen Turmhügelburg am Stadtrand von Lütjenburg nimmt immer mehr Gestalt an. Dank der Spenden vieler Bürger und Freunde der Turmhügelburg konnte der Förderverein mehr Pfähle erwerben als erwartet. Die Mitglieder der „Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg" haben deshalb das gute Wetter der letzten Tage genutzt, um selbst Hand anzulegen, und die ersten Pfähle einzugraben. Die Hälfte des Burgwalls ist schon fertig.

Die Eichenpfähle, die in den Wäldern der Region geschlagen wurden, werden im Abstand von 30 Zentimetern in den Boden geschlagen und anschließend mit Weidenflechtwerk verbunden. Wie der amtierende Vereinsvorsitzende Hartmut Eller erläuterte, belegen historische Quellen, dass diese Art von Flechtzaun sehr häufig in der Region genutzt wurde, um die Wälle von Wehranlagen sicherer zu machen. Auch die ersten Siedlungen in England beispielsweise, die später zu London heranwuchsen, seien so geschützt gewesen, wie Rekonstruktionen im heutigen London-Museum belegen.
Gleich nach Fertigstellung des äußeren Walles will der Verein den inneren Wall in Angriff nehmen. 60 der 100 für den inneren Wall benötigten Eichenpfähle sind bisher schon gespendet worden. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Außerdem sind die Planungen zur Erweiterung der Burganlage angelaufen. Zur Anlage gehören nach Ellers Worten ein kombiniertes Wohn- und Wirtschaftsgebäude, eine Kapelle, eine Schmiede, ein weiteres Wohn- und ein Stallgebäude, ein Backofen und ein Brunnen.
Parallel zu diesen Arbeiten und Planungen laufen die Vorbereitungen für die erste Veranstaltung in diesem Jahr. Am letzten Mai-Wochenende - mit einem „Tag der offenen Burg" am 29. Mai - werden zum großen Wikinger-Lager Gruppen aus ganz Norddeutschland erwartet. Die Lütjenburger Wikinger haben außerdem Kontakte nach Skandinavien geknüpft, so dass auch Gruppen aus Dänemark und Schweden erwartet werden. Highlight des Treffens an der Burg wird ein Bogen-Wettkampf um das „Lütjenburger Schwert" sein. Das nach alter Handwerkskunst in Schleswig-Holstein geschmiedete Wikinger-Schwert ist eine Spende und wird dem besten Bogenschützen überreicht. Weitere Veranstaltungen werden allgemeine Mittelalter-Lager am letzten Juli-Wochenende mit dem Schwerpunkt Ritter und Reiter sowie am ersten September-Wochenende mit Schwerpunkt „Minnefest der Spielleute, Gaukler und Bänkelsänger" sein. Am 4. September wird es einen großen „Sängerwettstreit" geben.

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Noch fehlen ein paar Eichenpfähle


Kieler Nachrichten, 24.April 2004

Palisade rund um die Tumhügelburg nimmt Gestalt an

Trotz triefender Nase und immer wieder verrutschendem Helm: Der fünfjährige Maxi ließ sich am Freitag nicht davon abhalten, „tatkäftig mitzuhelfen", Eichenstämme anzuspitzen. Die werden nämlich in diesen Tagen rund um die Lütjenburger Turmhügelburg eingegraben.
Unterstützung bekam der Wikinger-Knirps von drei stattlichen Kriegern. Sein Vater Rudolf Germeroth, Oliver Knop und Henry Gau schleppten zunächst einen der insgesamt knapp 500 (einzeln nummerierten und damit ihren Spendern persönlich zugeordneten) Holzpfähle auf das Gelände und sorgten dann dafür, dass die zwei Meter langen, ausschließlich in Wäldern der Region geschlagenen Hölzer auf dem Wall eingegraben wurden. Stabilität bekommt der Zaun jetzt durch ein Flechtwerk aus Weiden.
Mit finanzieller Hilfe etlicher Bürger, die dem Spendenaufruf in den KN spontan und großzügig gefolgt waren, kann der Förderverein „Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in LUtjenburg e.V." jetzt auch die Palisade rund um das hölzerne Bauwerk errichten. „Noch fehlen uns zwar einige der großen Eichenpfähle, doch die Spendenaktion ist auch noch nicht abgeschlossen", zeigte sich der Vorsitzende des mittlerweile über 100 Mitglieder zählenden Vereins, Hartmut Eller, optimistisch. Wer die Aktion unterstützen möchte, sollte sich mit ihm unter (04381/8007) in Verbindung setzen. Weitere Informationen rund um das Projekt Turmhügelburg gibt es im Internet unter www.turmhuegelburg.de.
In diesem Jahr beginne der Verein mit den konkreten Planungen für den Ausbau der Vorburg, kündigte Hartmut Eller an. Er rechne fest mit Unterstützung durch das Arbeitsamt und Fördergeldern. Zur Rekonstruktion der mittelalterlichen Burganlage gehören nach seinen Worten ein großes kombiniertes Wohn-/ Wirtschaftsgebäude, eine Kapelle, eine Schmiede, ein weiteres Wohn- und ein Stallgebäude sowie ein Backofen und ein Brunnen. Abgeriegelt wird der gesamte Komplex durch ein schweres Flügeltor. Die moderne Toilettenanlage für Besucher wird außerhalb der Vorburg gebaut.
Eröffnet werden soll die Saison mit einem Wikingerfest am 29. Mai. Die Gastgeber erwarten Gruppen aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Skandinavien. Höhepunkt soll ein Bogen-Wettkampf um das „Lütjenburger Schwert" werden.

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Werbewirksame Arbeit des Fördervereins gelobt


Kieler Nachrichten, 24.März 2004

Hauptausschuss beschloss, neuen Pachtvertrag abzuschließen

Die Stadt Lütjenburg wird einen neuen Pachtvertrag mit dem Verein „Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg e.V." abschließen. Das wurde im Hauptausschuss einstimmig beschlossen, obwohl nach Einschätzung des Vorsitzenden Lothar Ocker (CDU) auch eine Ergänzung ausgereicht hätte.

Der Förderverein hatte aus formalen Gründen darauf gedrungen, nachdem die Stadt mit dem Eigentümer einen Erbbaurechtsvertrag geschlossen hatte. Zu den Änderungen gegenüber dem „alten" Nutzungspachtvertrag gehören die Laufzeit von zehn Jahren mit automatischer Verlängerung um jeweils fünf Jahre, wenn nicht sechs Monate vorher gekündigt wird. Nachdem die Stadt selbst Mitglied im Verein geworden ist, braucht auch kein jährlicher Rechenschaftsbericht mehr vorgelegt zu werden.
Bevor die Stadtvertretung den Entwurf absegnet, muss allerdings noch ein Punkt geklärt werden: Die Ausschussmitglieder stimmten nur unter der Bedingung zu, dass ein Passus eingearbeitet wird, um für den Fall der Vereinsauflösung die Stadt von Folgekosten und möglichen Rückforderungen des Vereins frei zu halten. Übereinstimmend wurde im Hauptausschuss die engagierte und für Lütjenburg werbewirksame Arbeit des Fördervereins Turmhügelburg gelobt. Durch die vielfältigen Aktivitäten sei die Stadt bereits weithin bekannt gemacht worden.
Einstimmig gebilligt wurden auch eine überplanmäßige Ausgabe von 25000 € für die Kindergartenzuschüsse und die Jahresrechnung 2003 gebilligt. Die hatte einen Soll-Überschuss in Höhe von rund 332000 € ergeben, vor allem durch Mehreinnahmen an Gewerbesteuer (175000 €), Konzessionsabgabe Strom (38000 €) sowie Verwaltungs- und Betriebseinnahmen (28000 €). Gleichzeitig sparte die Stadt 80000 € an Gewerbesteuerumlage und - in erster Linie wegen kürzerer Öffnungszeiten der Tourist-Info - Personalausgaben von 39000 €.
Kritik geübt wurde am Schluss der Sitzung von der SPD an der sachlich falschen Aussage der Wirtschaftsausschuss-Vorsitzenden Ute Treder (CDU) in einem KN-Bericht vom 13. März, Ziel der Stadt sei es, sich möglichst zum 1. Januar 2005 aus Kostengründen von der touristischen Servicebetreuung zu trennen und diese Aufgaben an einen Dritten zu übertragen. Tatsächlich habe der Ausschuss in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen, nach formalen Problemen einen entsprechenden Beschluss vom Februar aufzuheben.

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Turmhügelburg lockt nach Lütjenburg


Kieler Nachrichten, 16.März 2004

Vorgesehen sind weitere Gebäude, Backofen, Brunnen und Kapelle

Die Turmhügelburg hat optimistische Erwartungen bereits übertroffen. Die Einrichtung im Nienthal am Stadtrand habe sich als touristische Attraktion erwiesen und während des vergangenen Jahres Besucher in Scharen angelockt, stellte Hartmut Eller fest. Der nach dem Rücktritt von Harald Brandt kommissarisch tätige Vorsitzende berichtete während der Jahreshauptversammlung der Wirtschaftsvereinigung von Ausflüglern, die wöchentlich auch aus anderen Teilen des Landes angereist gekommen und stets fachkundige Führungen durch die Rekonstruktion einer mittelalterlichen Burganlage bekommen hätten. „Dieser Service kann jederzeit kurzfristig organisiert werden. Ein Anruf unter 04381/ 8007 bei mir oder 40080 bei Mandy Baer von Vitalis genügt".
Nachdem die Entstehung des stattlichen Holzbauwerkes durch den Kassenwart und „Baumeister" Klaus Dygutsch ausführlich dargestellt wurde, skizzierte Hartmut Eller die wichtigsten Vorhaben dieses Jahres. Er rechne fest mit dem Beginn des 2. Bauabschnittes für den mittelalterlichen Adelssitz in der Vorburg. Vorgesehen seien hier innerhalb des Schutzwalles Wirtschafts-, Wohn- und Stallgebäude, ein Backofen und eine Schmiede, ein Brunnen und eine Kapelle. Außerdem solle ein Toilettenhaus für die Besucher bei Großveranstaltungen entstehen und - voraussichtlich noch in diesem Monat - das Setzen eines Flechtzaunes sowie einer Palisade mit vielen freiwilligen Helfern aus den Reihen der 90 Mitglieder erfolgen.
Neben dem „normalen" Lagerleben rund um die Turmhügelburg mit Gruppen aus Lütjenburg, Hamburg und anderen Orten stehen wieder drei Großveranstaltungen auf dem Programm. „Wir organisieren ein allgemeines Mittelalter-Lager (11.-13. Juni), ein Lager mit Rittern und Reitern (23.-25. Juli) sowie einen Wettstreit von Minnesängern und Spielleuten (3.-5. September) in der Anlage" , kündigte Hartmut Eller an. Willkommen seien natürlich stets neue Mitglieder.

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Brandt legt Vorsitz nieder


Schaufenster, 05.Februar 2004

Trägerverein muss sich neuen Chef suchen

Harald Brandt hat sein Amt als Vorsitzender des Lütjenburger Trägervereins Turmhügelburg niedergelegt. Der ehemalige Bürgervorsteher führte private Gründe für seine Entscheidung an.
Das bedeute aber nicht, dass er den Verein verlassen werde, teilte er in einem Brief dem Vorstand mit. „Im Gegenteil. Ich werde mich auch weiterhin nach Kräften bemühen, bei weiteren Planungen zum Ausbau der Turmhügelburg hilfreich zur Seite zu stehen, damit das so erfolgreich gestartete Unternehmen zu einer für die Region wichtigen Institution, wenn nicht sogar zu einem Wahrzeichen wird".
Für Kontinuität im Verein ist gesorgt. Die Amtsgeschäfte des Vorsitzenden übernimmt ab sofort kommissarisch bis zur Jahreshauptversammlung sein Stellvertreter Hartmut Eller. Dieser Wechsel werde keine Auswirkungen auf die laufenden Planungen für den zügigen Ausbau der Turmhügelburg haben, stellte er fest.
Zufrieden ist Eller als Koordinator der laufenden Spendenaktion mit der Resonanz. Bis jetzt seien bereits 350 Palisadenpfähle (zum Stückpreis von fünf Euro) finanziert worden. Die Aktion laufe weiter, so dass jetzt auch gleich für ein Rundumschutz der Wallanlage gesorgt werden könne. „Auch der Burghügel selbst soll zusätzlich mit einer rund einen Meter hohen Palisade gesichert werden", kündigte Eller an.
Wer spenden möchte, sollte sich mit ihm unter 04381/8007 in Verbindung setzen, damit auch Spendenquittungen ausgestellt werden können.

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Ein „Rundumschutz" ist geplant


Schaufenster, 04.Februar 2004

An der Turmhügelburg bei Lütjenburg geht es weiter

Im Vorstand des Trägervereins der Turmhügelburg in Nienthal bei Lütjenburg hat es eine Veränderung gegeben. Aus privaten Gründen hat der bisherige erste Vorsitzende Harald Brandt sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Brandt begründete den Schritt mit persönlichen Veränderungen. „Ich werde mich aber auch weiterhin nach Kräften bemühen, bei den weiteren Planungen zum Ausbau der Turmhügelburg hilfreich zur Seite zu stehen", schreibt er an den Vereinsvorstand. Sein Amt wird der bisherige zweite Vorsitzende, Hartmut Eller, bis zur Mitgliederversammlung im Frühjahr kommissarisch übernehmen.
Immer mehr Freunde der Turmhügelburg beteiligen sich mittlerweile an der „Pfahl-Aktion" (wir berichteten) des gemeinnützigen Trägervereins: Durch Spenden von je fünf Euro pro Pfahl konnten bisher schon mehr als 350 Pfähle für die geplante Palisade auf dem Burgwall finanziert werden. „Mit dieser Reaktion hat niemand gerechnet", so Eller als Koordinator der Aktion (Kontakt unter Telefon 04381/8007). An sich wollte der Verein zunächst nur die am Wanderweg liegende Wallseite mit einer Palisade versehen. „Durch die überwältigende Reaktion fühlen wir uns nun ermutigt, gleich auch die gegenüberhegende Wallseite mit in Angriff zu nehmen." Damit erhält die Burg einen „Rundumschutz", wie es auch historisch belegt ist. Auch der Burghügel selbst soll zusätzlich durch eine weitere rund einen Meter hohe Palisade aus 20 Zentimeter dicken Eichen-Stämmen als innere Befestigung gesichert werden. Damit verhinderte man seinerzeit die direkte Erstürmung des Burghügels. „Wir erreichen damit, dass niemand vom Hügel selbst in den Verteidigungsgraben rutschen kann", so der ,3urgenbauer" des Vereins, Klaus Dygutsch. Geplant ist, mit den Pfahlarbeiten im Frühjahr zu beginnen. Bis zum Saisonstart Ende Mai soll zudem eine Blitzschutzanlage am Burgturm realisiert werden. Unabhängig davon läuft die Planung für den weiteren Ausbau der inneren Burg mit zusätzlichen Gebäuden, die noch der Abstimmung mit der Stadt Lütjenburg bedürfen.

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Nicht nur Lütjenburg hat ein Herz für die Turmhügelburg


Schaufenster, 21.Januar 2004

Die Palisade auf dem Wall an der Turmhügelburg im Nienthal bei Lütjenburg kann begonnen werden. Das Echo auf eine entsprechende Spenden-Aktion des Fördervereins der Turmhügelburg ist gewaltig. Der gemeinnützige Verein hatte sich auf die Suche nach Pfahl-Sponsoren zum Bau der Palisade gemacht.
Zehn Tage nach Start der Aktion ist die Finanzierung von mehr als der Hälfte der rund 330 benötigten Pflöcke gesichert, so „Burgenbauer" Klaus Dygutsch von der „Gesellschaft der Freunde der Mittelalterlichen Burg in Lütjenburg". „Nicht nur die Lütjenburger haben ihr Interesse an 'ihrer' Turmhügelburg so offen bekundet, Sponsoren der Pfähle kommen auch aus Lübeck, Eutin und Plön", sagt der Ansprechpartner für die Aktion, Hartmut Eller (Telefon 04381/8007).
Zu den Sponsoren gehören unter anderem Landrat Dr. Volkram Gebel und Kreispräsident Werner Kalinka, die dafür in ihre privaten Taschen griffen. Viele Bürger und auch Geschäftsleute haben sich gemeldet und weitere Spenden angekündigt, so Dygutsch. Zusätzlich sind Spenden für andere Vorhaben des Vereins eingegangen. Dadurch kann nun auch eine für die Burg benötigte Blitzschutzanlage finanziert werden. Dennoch ist der gemeinnützige Verein auch weiterhin auf Pfahl-Sponsoren angewiesen.
Denn noch fehlen auf dem Wall der Burg die letzten Pflöcke. Als Dank werden die Sponsoren auf einer Schautafel mit ihrem Namen vermerkt. Sobald das Wetter es zulässt, sollen die Arbeiten auf dem Wall beginnen. Die Zwischenräume zwischen den Pfählen werden dann wie zu Zeiten der Wenden mit Flechtwerk aus jungen Zweigen verbunden. Ziel des Vereins ist es, die Palisade bis zum Beginn der Saison im Mai fertigzustellen.

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Flechtzaun für die Sicherheit


Kieler Nachrichten, 08.Januar 2004

Wer das Projekt Turmhügelburg in Lüljenbnrg unterstützen und sieh gleichzeitig „verewigen" lassen möchte, kommt jetzt günstig zum Ziel: Für fünf Euro können Spender jeweils einen Palisaden-Pfahl mit nummeriertem Aufkleber erwerben.

Im Frühjahr plant der Förderverein „Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lutjenburg e.V." den Baubeginn eines Flechtzaunes. Der soll nach überlieferten Vorbildern rund um den Wehrgang auf der Wallanlage herumfuhren und so die Sicherheit für Besucher erhöhen.
Vorständler und „Burgenbauer" Klaus Dygutsch hat einen Bedarf von 300 Holzpfählen ermittelt. Jeder soll zwei Meter lang sein und einen Durchmesser von etwa zwölf Zentimetern haben. Die Pfähle werden im Abstand von 30 Zentimetern eingegraben und oben angespitzt. Entsprechend einem bereits von Slawen und Wenden angewandten Verfahren werden dann die Zwischenräume mit Flechtwerg aus jungen Zweigen verbunden.
Dieses Bauvorhaben möchte der Verein bis zum Saisonbeginn Ende Mai beendet haben. Geplant ist auch die Installierung einer Blitzschutzanlage und der Bau eines Toilettenhäuschens. Fertig gestellt wurde bereits das neue hölzerne Hinweisschild an der Landesstraße.
Übrigens: Jeder Pfahlspender kann natürlich viele Exemplare erwerben und sich dafür auch Spendenquittungen ausstellenlassen. In einer Schautafel werden alle Spender mit den Nummern „ihrer" Holzpfahle aufgelistet. Für weitere Auskünfte steht Hartmut Eller (04381/8007) zur Verfügung.

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