Der Dachstuhl
Die Kehlbalkenbinder des Templerhauses von Amorbach aus dem Jahr 1291 war
für die Konstruktion unseres Daches Vorbild.
Während die Erbauer des Templerhauses sich für ein Walmdach entschieden,
das dann mit Holzschindeln abgedeckt wurde, wählten wir ganz bewusst die Form
des Satteldaches, also die einfachste Form eines Daches. Nur diese Dachform
lässt sich mit Mönch und Nonne abdecken, denn die sonst erforderlichen
Schneidearbeiten für die Anschlüsse an Graten und Kehlen entfallen.

Gedanken machen mussten wir uns über die Ausbildung des First- und Ortgang-Abschlusses. Sonderpfannen sind uns aus der Zeit des Mittelalters nicht bekannt. Wir lösten dieses Problem, indem wir für die Abdeckung 30 cm breite Eichenholzbohlen winkelgerecht mit geschmiedeten Nägeln zusammenhefteten und mit diesen "Winkeln" die offenen Dachflächen abdeckten.

Übrigens sind alle Eichenhölzer des Dachstuhles mittels Hakenblättern und Holznägeln verbunden. Nur die Dachlatten haben wir mit geschmiedeten Nägeln auf dem Dachstuhl befestigt.

Mit dem Einbau von zwei Nistkästen für Turmfalken und Schleiereulen auf dem Dachboden wollten wir mit dem Standpunkt unserer Turmhügelburg in dem schönen Nienthal am Rande der Stadt Lütjenburg für unsere Umwelt etwas Gutes tun. Dabei stand uns die Ortsgruppe Plön des NABU beratend zur Seite. Wir wissen sehr wohl, dass diese gute Tat nicht authentisch ist.






















