Turm aus Eichenholz
Nachdem ein geeigneter Platz für unsere Turmhügelburg
gefunden war, wurden die Wälder in der näheren
Umgebung nach geraden, etwa 10 m hohen
Eichenstämmen abgesucht, mit einen Durchmesser von
etwa 70 cm. Nach dem Fällen wurden die Bäume entastet
und auch schon grob beschlagen, denn die zu
transportierende Last musste so gering wie möglich
sein.
Auf dem Bauplatz angekommen, wurden die Stämme
aufgebockt, mit einer Kreideschnur gezeichnet
(abgeschnürt), quer zum Stamm in kurzen Abständen mit
dem Beil bis zur Markierung Kerben eingeschlagen und
dann das dazwischenliegende Holz entfernt. Bohlen für
die Fußböden und für die äußere Verschalung der Burg
wurden gesägt, dann mit der Queraxt fein bearbeitet.
Der
Zusammenbau der vorgefertigten Hölzer erfolgte auf
dem ebenen, befestigten Richtplatz oder auch
Schnürboden direkt vor der Einbaustelle.
Die vorbereiteten Hölzer wurden auf dem Richtplatz
übereinandergelegt, die teils aufwändigen Blatt- und
Zapfenverbindungen wurden angerissen und ausgestemmt. Die Löcher für die verbindenden Holznägel
wurden mit Löffelbohrern hergestellt. Nach dem Zusammenbau der "Fachwerkwände" wurden diese von uns mit
einem Kran an einem Tag auf den vorbereiteten
Burghügel gestellt und miteinander verbunden. Früher
erfolgte das Aufstellen mittels eines Richtbaumes und
unter Einsatz von mindestens sechs Pferden sowie dem
gesamten Gefolge des Ritters. Wenn alle Handgriffe
saßen, stand der Rohbau des Turmes in zwei Tagen.
Danach wurde der Turm eingerüstet, der Dachstuhl
gerichtet, die Dachlatten mit handgeschmiedeten
Nägeln
angenagelt und an den Firstenden geschmiedete Mastaufsätze befestigt, auf die jeweils eine gedrechselte
Eichenholzkugel und die weißrote Schauenburger Fahne
gesetzt wurden. Danach wurden die Deckenbalken
eingezogen und die Treppen eingebaut, an den
Außenseiten die Schalung angebracht sowie Fenster und
die Eingangstür in diese eingesetzt.
Um das Gebäude vor Regen zu schützen, wurde das Dach
mit handgestrichenen, kohlegebrannten Dachpfannen
Mönch und Nonne eingedeckt.





















