Burghügel

Er ist äußerlich erkennbar an dem umlaufenden Wassergraben, im Grundriss meist annähernd kreisförmig, hat meist steile Böschungen. Die Aufschüttung erfolgte mit Böden aus unmittelbarer Umgebung und dem Boden zur Herstellung des Wassergrabens nach Aufstellen der hölzernen Burg (gestelztes Turmhaus). Die Gründung der Burg muss heutigen Anforderungen entsprechen. Nicht tragfähiger Boden musste abgetragen werden. Der tragende Hügelkern besteht aus groben Kiesen, die mit Rüttelplatten verdichtet wurden.

Wassergraben

An alten Turmhügeln sind die Profile der umlaufenden Gräben noch gut erkennbar. In der Wasserlinie haben sie Breiten von 4 bis 7 m, die Wassertiefe wird max. 1,5 m betragen haben, je nach Höhe des Grundwasserspiegels, der Bodenart und dem eventuellen Zufluss aus den benachbarten Gewässern (Seen, Gräben usw.).


Die Brücke über den Burggraben

Als Verbindung der Vorburg mit unserer Turmhügelburg dient eine 2 m breite, relativ steile Dreifeld-Brücke, die sich auf zwei Joche stützt, die wiederum auf zwei Schwellbalken gegründet ist. Um die Brücke begehbar zu machen, insbesondere bei Regen oder gar im Winter nach Schneefällen, haben wir Stufen aufgenagelt. Als Klappbrücke konnte sie aus konstruktiven Gründen nicht gebaut werden, dafür ist sie einfach zu steil.

Ein Tor mit seitlich angesetzten Palisaden und einer doppelflügeligen Tür vor der Brücke erschweren den Zugang zur Burg. Zur Sicherung der Böschung des Turmhügels wurden dann noch Faschinen eingebaut, die das Erstürmen der Burg zusätzlich erschweren. Mit dem Bau der Brücke bezogen wir uns auf die Darstellungen auf dem Teppich von Bayeux, nur dass wir zur Sicherung unserer vielen Besucher an beiden Seiten der Brücke den neuesten Vorschriften entsprechende Geländer angebracht haben.