In Dithmarschen ist ja immer alles etwas anders. Da hat auch das Mittelalter teilweise erst letzten Monat aufgehört...
Dafür reklamieren die Dithmarscher gern für sich, ihrer Zeit in vielen Dingen voraus zu sein.
So wie neulich beim Heider Marktfrieden, einem Fest, wo die Akteure Renaissanceklamotten tragen und welches sich "mittelalterlich" nennt:
Man hat sich leider schon schlechterdings an die "mittelalterliche Backkartoffel mit Sour Cream" gewöhnt, die einem immer wieder auf Märkten begegnet.
Als wenn es nicht durchaus sehr schmackhafte Alternativen geben würde, die zeitlich ins Mittelalter passen würden und die man auf den Veranstaltungen der THB
auch genießen darf.
Aber das hier hat dann beim HMF den Vogel abgeschossen:
Eine Bude, die wahrhafte Spitzengastronomie feilbot: "Mittelalterlicher Maiskolben"
Jawoll, auch in Mexiko gab es mal ein Mittelalter.
Und immerhin befinden wir uns auf der Veranstaltung in einem Zeitraum, den man bis knapp
nach 1492 einordnen kann, wenn man nur ein bisschen an der Zeitleiste zieht und zerrt. Passt scho', sagt der Bayer dazu.
Die absolute Oberkrönung war allerdings die mordsmäßige Deko der juteverhangenen Bude, die ihre Herkunft vom Weihnachtsmarkt nicht verleugnen konnte:
Um das ganze Ensemble ambientetauglich zu machen, wurde ein einsames Dekoschwert Modell "Highlander" an der Rückwand der Bude aufgehängt.
Sorry, Leute, ich kann nicht mehr!
Offensichtlich bin ich hoffnungslos verwöhnt durch die letzten Märkte auf der THB.
Und das dürfen sich alle Aktiven mal ganz dick als Kompliment anstreichen.
Schön, dass es eben auch anders geht.
Lieben Gruß
Ilke

