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von Umbra » Sa 1. Aug 2009, 18:40
Da wir Hirschensteiner dem Spätmittelalter verfallen sind, möchte ich hier in diesem Bereich einfach `mal anfangen. Wir waren ja nun vor zwei Wochen bei euch "oben", und stellten fest (wussten wir im Vorfeld) das gerade das FMA stark vertreten war. HMA gleich an zweiter Stelle, SMA ein paar Verlorene... Meine Frage an euch: Warum eigentlich? In der Themenüberschrift habe ich Störtebecker genannt, natürlich voll bekannt auch hier bei uns im Süden. Hanse, Freibeuter, militärische Auseinandersetzungen mit Dänemark usw., das ist doch pures SMA! Haben uns bei euch mit so einigen Gruppen unterhalten, und stellten fest das komischerweise genau diese Geschichte bei euch kaum zum Tragen kommt. Wundert uns voll. Bei unseren Reisen durch die Zeit und Republik stellen wir fest, dass es zeitlich einen, möchte sagen Äquator bei uns gibt. Nördlich einer Linie quer durch Deutschland vom Saarland bis Meckpomm (entschuldigt die Kurzform) sind Frühmis u. Spämis deutlich stärker vertreten, als südlich davon. Je weiter man nach Baden-Würtemberg und Bayern kommt, desto später wird die Zeitdarstellung. Ganz zu schweigen von Italien, die voll auf Renesance stehen.
memento mori Das Leben ist zu kurz um zu sterben, der Tod ist eine Lüge!
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von Lisabeth » Sa 1. Aug 2009, 18:48
Tja ... das hab ich mich auch schon mal gefragt. Naja, es gibt schon ein paar SpäMis hier oben, aber das sind zuwenige. Ebenso wie es zu wenige HoMis gibt und viel zu Wikinger unter den FrüMis. Es gibt doch andere hochinteressante Darstellungen im Frühmittelalter, Ottonen, Salier, Normannen - so wie gerade im Moment auf der Burg zu sehen. Eine klasse Darstellung - eben mal was anderes und damit viel interessanter! Finde ich. In Lübeck gibt es noch eine sehr gute SpäMi-Truppe, die auch regelmäßig die Burg besucht Also Leute ... traut euch mal was anderes als nur immer Haithabu oder Birkawikis oder 1250 oder Kreuzritter ... , davor und danach gibts noch ne Menge Potential! 
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von Arne Focke » Di 4. Aug 2009, 11:44
Mich halten nur Zeit und Geld von einer Zweitgewandung ab, wäre wohl auch eher die Kluft des Similaun Mannes.
Störtebeker findet man im Norden witzigerweise seltener als im Süden. Wird wohl daran liegen, daß man schon als Kind mit ihm dermaßen überfüttert wurde...
So schön und inhaltsreich der Beruf eines Archäologen ist, so hart ist auch seine Arbeit, die keinen Achtstundentag kennt! (Wolfgang Kimmig in: Die Heuneburg an der oberen Donau, Stuttgart 1983)
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von Berkana » Mo 21. Jun 2010, 02:03
Huhu, ich könnte - falls ich nach 2 Kindern das Gewand noch zubekomme - auch mal in meiner spätburgundischen höfischen Klamotte Anno 1465 mit Schleppe und Hennin anrollen. Das würde meine Wikitruppe zwar in tiefste Verwirrung stürzen, aber das werden die auch überleben. Die haben mich letzten Herbst auch schon ordentlich hochgenommen, als ich mich auf einer Veranstaltung in Wikigewandung zu den Markttänzern gesellte und die Chapelloise mittanzte und mich so als verkappte SpäMi enttarnte! Ja, ich gestehe, ich bin eine Frau mit Vergangenheit...als SpäMi! *kicher* Die Tänze sind übrigend immer der Augenblick, wo ich es schade finde, eigentlich Wiki zu sein.  Ach, ich glaube, im September mach ich mir einfach mal den Spaß! LG Berkana
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von Lisabeth » Mo 21. Jun 2010, 18:46
Berkana hat geschrieben:Ach, ich glaube, im September mach ich mir einfach mal den Spaß!
 au ja ... das wäre super!
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von Isidorus » Di 6. Jul 2010, 11:50
so wie gerade im Moment auf der Burg zu sehen. Eine klasse Darstellung - eben mal was anderes und damit viel interessanter! Finde ich. Und bald sehen wir uns wieder. Freuen uns schon Ottonische Darstellung machen wir, weil es gut zu unserer Gegend (Mitteldeutschland) mit seinen Resten aus Ottonik und den vielen Pfalzen paßt. Daneben sind wir noch Spanier derselben Zeit, was klamottenmäßig nicht viel Unterschied macht, nur das Geschirr etwas anders und die Stoffe etwas edler. Aus der Darstellung entstand auch unsere "Jaima", unser Zelt. Für uns ist das reines Hobby und soll Spass machen, deshalb machen wir auch keine großen Veranstaltungen mehr (haben wir einstweilen über). Spämi haben wir eine Darstellung in Planung, die wir rein auf Wittenberg 2017 zuschneidern. Wir wollen dort als Comuneros von 1520 mitlaufen. Das wird aber nur zwei Klamotten betreffen, evt. Waffen und Plattenharnisch, keine Lagerausstattung dazu, obwohl das Zelt von 1000 selbst für die Zeit noch ginge. Zu den kastilischen Comuneros: http://de.wikipedia.org/wiki/Comuneros-AufstandWie Luther mochten auch wir den Kalle V. bzw. I. von Spanien nicht. Das ist die Querverbindung. Am meisten macht das Basteln Spaß. Lis kann sich auf einen spätottonischen/frühsalischen Pfostenstuhl freuen, der hoffentlich ins Auto paßt. Se siente Comunera, el Isí
Isís sind seit dem 11. Jhd. bilderhandschriftlich belegt (Beatus von Saint-Sever, Mitte 11. Jhd.)
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von Lisabeth » Di 6. Jul 2010, 20:16
Isidorus hat geschrieben: Lis kann sich auf einen spätottonischen/frühsalischen Pfostenstuhl freuen, der hoffentlich ins Auto paßt.
 Na da freue ich mich doch tatsächlich! Und nicht nur auf den Stuhl! Liebe Grüße, Lis *die gerade anfängt, sich eine FrühMi-Darstellung (Ludowinger) zu erarbeiten*
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von Sandra » Di 27. Jul 2010, 20:11
um mal auf die Ursprungsfrage zurückzukommen: vielleicht liegt es genau daran, dass es hier so viele Wikis und sonstige Frühmis und Homis gibt. Da wird man schon manchmal ein bissel schräg angeschaut, wenn man in leichter Spämi-Gewandung oder gar höfisch-verzierter Renaissance-Gewandung daher kommt. Als Nicht-Rampensau wird man dann fast schon genötigt, sich wieder "einzugliedern".. dabei gibt die Kieler Geschichte wirklch einiges mehr her (gut, Störtebecker nicht gerade, aber großer Binnenhandel und nachher der Kieler Umschlag). Vielleicht gibt es ja doch ein paar (versteckte) Spätmittelalter- oder sogar Renaissance-Begeisterte hier oben?? Dann traut euch!!
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von Lisabeth » Di 27. Jul 2010, 22:08
Roland und Uli sind ja schon mal SpäMis, dazu noch Vrank und das Hansevolk. Leider viel zu wenig, stimmt.
Aber ansonsten gibts hier tatsächlich zuwenig andere Darstellungen als Wikis. Es gibt ja sogar relativ wenige Homis. Schade. Und auch das Frühmittelalter ist viel vielseitiger als immer nur die "üblichen" Wikinger.
Und später als Mittelalter gibts hier wohl gar nicht ... dabei wundert mich das schon etwas, gerade im Zusammenhang mit Molfsee könnte man da eine tolle Darstellung der frühen Neuzeit aufbauen.
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von Berkana » Mi 28. Jul 2010, 23:00
Ja, es ist ein bisschen eintönig, gerade was das FrühMi betrifft.
Kaum dass sich mal ein Sachse oder Slave zwischen die Wikis verirrt...schade, denn ich finde beispielsweise die slavische Frauentracht sehr interessant und kleidsam. Und Franken, was ist mit denen?
LG Ilke
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von Alexander » Mo 2. Aug 2010, 12:59
Hmmm…also, vorweg, ich will bestimmt keinen ärgern. Die THB soll doch die Zeit der christlichen Besiedlung von Ostholstein zeigen, oder seht Ihr das anders? Dann müssten wir unser Konzept ändern. Damit liegen wir also auf keinen Fall vor dem Winterfeldzug von Hermann von Badwide und der Eroberung von Plön durch das holsteiner Stammesaufgebot 1138/39 und auch nicht später als 1500. Entweder wurden die Anlagen zwischen 1350 und 1500 wieder aufgegeben (SECHZIG! Wüstungen im Kreis Plön in dieser Zeit), oder sie wurden durch ein paar Steinanlagen ersetzt (Wahlstorf 1470, Giekau 1498 usw.) Für mich sollte der bildgebende Schwerpunkt ganz klar im 12. Jahrhundert liegen. Dass das nicht mehr Wiki ist, ist mir auch klar und ich arbeite daran. Können wir da einen Konsens finden? Aber stellt Euch doch mal vor, welche Fächerung aufgrund der verschiedenen Leute, die hier siedelten, man zeigen könnte. Die „Kern“-Holsteiner haben gerade erst von den Schauenburgern eine Lehnsverfassung aufgedrückt bekommen…eher schlecht, als Recht. Waren eher dem Namen nach Christen. Verfassung aus der Völkerwanderungszeit mit Allthing usw. Also eigentlich um xx100 Jahre „rückständig“. Die Einflüsse und verwandtschaftlichen Beziehungen nach Dänemark waren sehr stark. Ebenso zu den Obodriten und Polaben. Der Graf kam aus dem Weserbergland. Der Kaiser war Sachse, aber gleich darauf süddeutscher Stauffer. Die Siedler Friesen, Westfalen, Engern, Flamen. Die Lokatoren entweder Slawen (nach Oldenburg hin zb.Pogwisch und Quals), oder Holsteiner (Plön, Gadendorf, Schl(w)ichtenberg, also genau bei uns) oder Sachsen-Anhaltiner (Rantzau) oder wer weiß was… Ich finde, das würde an Vielfalt reichen und ist bei uns noch nicht ansatzweise genug vertreten. Deswegen plädiere ich mal für viiiel Darstellung in der richtigen Anfangszeit, etwas ruhig auch davor (sture Waldesel) und meinetwegen natürlich sehr gerne auch die Zeit bis 1500. Was aber einen ganz bestimmt immer sehr lustigen (bzw. ganz falschen) Eindruck macht, sind hochpompöse Darstellungen egal welcher Zeit auf dieser unser bescheidenen kleinen THB. Der Kaiser war hier selten Kurgast… Meint Alex 
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von Hartmut » Mo 2. Aug 2010, 15:06
Hallo Alex, ich bin aber sehr gern ein sturer Esel so um 1000 rum  und mach gern auch weiterhin mit auch wenn das Konzept immer jünger wird. Ich kann damit leben, ich hoffe ihr könnt auch mit mir leben viele Grüße Hartmut P.S. Habt ihr schon eine neue Bleibe gefunden ?
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von Alexander » Mo 2. Aug 2010, 21:19
Moin Hartmut, aber die "sturen Waldesel" [Helmold] sind doch Holsteiner Ja, wir sind ab Oktober auf dem Hof Sehlendorf gut untergekommen. Viele Grüße Alex
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von Hartmut » Di 3. Aug 2010, 09:54
Hallo Alex, das lässt sich noch toppen: Mit tiefen Wurzeln (belegt bis ins 12. Jh.) in alten sächsischen Kernlanden (meine Mutter stammt aus der Altmark und mein Vater aus aus Biere bei Magdeburg, auch wenn sie es beide um 1945 nach Hamburg verschlagen hat) lässt sich eine Menge Sturheit erben und entwickeln  Dagegen sind Holsteiner Anfänger  Ich habe auch einmal an eine ottonische Darstellung gedacht, nur finde ich die weit herum gekommenen Fern-Händler (genannt Wikinger) zur Zeit noch viel interessanter, gerade weil man viele Einflüsse einbauen kann. Da gibt es Dinge von New-York bis Bagdad die einem offen stehen. Dagegen ist ein Hanse-Kaufmann ja richtig ortsgebunden. An einer Darstellung von plündernden Überfällen haben ich kein Interesse. Erst bei Friedrich II und den Kreuzzügen kann man wieder mehr aus dem Vollen schöpfen. Das kann aber sehr aufwändig und teuer werden. Aber so eine sarazenische Leibgarde hat schon was  viele Grüße Hartmut
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