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Vortrag

Vortrag

Ort: Hotel Lüttje Burg, Markt 20, Lütjenburg

Ort: Lütjenburg, Hotel Lüttje Burg, Saal, Markt 20, Lütjenburg
Eintritt: frei

Lütjenburger Vorträge zur Archäologie und Geschichte

„Die schwierigen Stufen der Christianisierung Wagriens und Polabiens.Aus der Zeit vor den Turmhügelburgen (10.-12. Jh.)“

Prof. Dr. Ludwig Steindorff
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Osteuropäische Geschichte, Historisches Seminar

Die „Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg e.V.“ startet ihre Winter-Vortragsreihe 2018/19 „Lütjenburger Vorträge zur Archäologie und Geschichte“ am 06. November 2018.

Die slawischen Siedlungsräume zwischen Schwentine und Oder, darunter auch Wagrien mit dem Zentrum Starigard (Oldenburg) und Polabien mit dem Zentrum Ratzeburg, gehören zu den spät christianisierten Gebieten in Europa. .Der erste Versuch mit der Gründung des Bistums Oldenburg zur Zeit Ottos d. Gr. war im großen Slavenaufstand 983 zusammengebrochen, Der zweite Versuch im 11. Jahrhundert, der auf gleich drei Bistümer, Oldenburg, Ratzeburg und Mecklenburg, gestützt war, scheiterte 1066, als auch der Abt Ansverus von Ratzeburg den Tod fand; später fand er Verehrung als Märtyrerheiliger. Erfolgreich war erst die vom heiligen Vicelin geleitete Christianisierung in Verbindung mit der Kolonisation und der Einbindung in das Reichsgebiet einschließlich der Germanisierung der Bevölkerung durch Siedlungs- und Assimilationsprozesse. In diese Zeit fällt die Gründung des neuen Lübeck, und an die Stelle der slawischen Stadtsiedlung im Ringwall trat die Rechtsstadt Oldenburg. Das Patronat der dortigen Johanniskirche steht in der Nachfolge der ersten Kirchen im Ringwall.
Professor Dr. Steindorff ist Direktor der Professur für osteuropäische Geschichte an der CAU Kiel. Er studierte Geschichte, Slavistik und Germanistik in Heidelberg und Zagreb, seine Vita sowie die Publikationen sind beeindruckend. Wir freuen uns, dass wir Prof. Dr. Steindorff für diesen Vortrag gewinnen konnten.

Der Eintritt ist – wie üblich – frei. Wir hoffen auf möglichst viele interessierte Besucher bei diesem sicher wieder hochinteressanten Vortrag.

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